Di., 25.08.2015 , 17:50 Uhr

Oktoberfest: Wiesn-Diskriminierung zugunsten der Münchner?

Dieses Jahr können die Münchner gegen Vorlage des Personalausweises Tische auf dem Oktoberfest reservieren. Damit könnten die Wiesn-Wirte einen Verstoß gegen das EU-Diskriminierungsgesetz begehen.

 

Um den Volksfestcharakter zu retten, hat der Stadtrat im Mai die Betriebsvorschriften für die Wiesn-Wirte geändert. Ziel war es, dass das Oktoberfest wieder münchnerisch werden soll. Deshalb gibt es dieses Jahr in den Festzelten Reservierungen für die Einwohner der Landeshauptstadt. In der Praxis sieht das so aus, dass die  Münchnerinnen und Münchner gegen Vorlage des Personalausweises an Samstagen, Sonntagen und am 3. Oktober bis 15 Uhr Tische reservieren können. 15 Prozent der von Buchungen bislang ausgeschlossenen Tische können so an Einwohner der Landeshauptstadt vergeben werden. Das freut sowohl die Münchner, als auch die Wirte.

 

Prof. Dr. Hans-Georg Kamann, Direktor des Centrums für Europarecht an der Universität Passau sagte dem BR dazu in einem Interview, dass er in der Bevorzugung der Münchner einen Verstoß gegen das EU-Diskriminierungsverbot sehe. Konkret bedeute das, dass der Europäische Gerichtshof solche Wohnsitzerfordernisse in der Vergangenheit als eine Diskriminierung angesehen habe. Theoretisch könnten sich Nicht-Münchner einen Zugang zum Zelt erklagen, ob das in der Praxis allerdings funktionieren würde, sei fraglich, so Kamann. Dasselbe gelte übrigens auch für eine mögliche verwaltungsrechtliche Feststellungsklage gegen die Stadt München auf Änderung ihrer Betriebsvorschriften.

 

Aus politischer als auch juristischer Sicht habe er sogar ein gewisses Verständnis für den Beschluss des Stadtrats. Darüberhinaus würden die Reservierungsmöglichkeit ja nur begrenzt gelten. Deswegen  könne man gut sagen, dass es sich noch um eine verhältnismäßige Regelung handele, so Kamann.

 

 

Diskriminierung Festzelte Oktoberfest Reservierungen Wiesn

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 21.04.2026 Der Weg zur Wunschfigur in München: Ein Leitfaden zu Methoden, Kosten und Klinikwahl bei der Liposuktion Hartnäckige Fettpolster an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln können frustrierend sein, besonders wenn sie sich trotz disziplinierter Ernährung und regelmäßigem Sport hartnäckig halten. Für viele Menschen in München stellt sich dann die Frage nach alternativen Lösungen. Die Liposuktion, umgangssprachlich als Fettabsaugung bekannt, ist ein chirurgischer Eingriff zur gezielten Formung der Körperkontur, nicht zur Gewichtsreduktion. Sie entfernt 20.04.2026 Mitmachen und gewinnen - Fit-Amino! Fit-Amino und münchen.tv verlosen ein Monatspaket „Fit-Amino Wiederholungskomfort“ im Wert von rund 50 €! Das steckt drin: – 32 Portionsbeutel in praktischer Pulverform – Hochwertige Aminosäuren: L-Arginin, L-Glutamin, L-Lysin, L-Pidolat – Mit Vitamin C – für normalen Energiestoffwechsel, normale Knochen und Knorpel – 100 % vegan, glutenfrei, halal, koscher Einfach in Wasser auflösen, trinken, fertig 16.04.2026 Was ändert sich mit dem neuen SCHUFA-Score? Seit dem 17. März wird im SCHUFA-Account statt eines Prozentwertes ein dreistelliger Punktestand angezeigt. Die SCHUFAHolding AG hat an diesem Datum den bisher gültigen Basisscore eingestellt und durch den sogenannten NextGen Score 1.0 ersetzt. Wer wie die meisten an den 97,5-Prozent-Wert gewöhnt ist, fragt sich jetzt vermutlich, ob 812 Punkte gut oder nur mittelmäßig sind.