Di., 07.06.2016 , 12:03 Uhr

Polizei riecht kiffenden Nachbarn - Festnahme

Wer direkt bei einer Münchner Polizeidienststelle wohnt, sollte sich das Kiffen auf dem Balkon lieber verkneifen. Heute Nacht besuchten die Beamten kurzweg die Wohnung eines Nachbarn, weil sie den Marihuana-Geruch offenbar bis in die Dienststelle rochen.

 

Gegen 02.00 Uhr nachts konnten heute „Spürnasen“ der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) in ihren Diensträumen deutlichen Marihuana-Geruch wahrnehmen. Wie die Münchner Polizei heute in ihren Einsatzberichten schildert, konnten bei einer Nachschau im nahegelegenen Innenhof daraufhin drei Personen in einem benachbarten Gebäude auf dem Balkon sitzend festgestellt werden.

 

Nach kurzer Observation konnte der Geruch den drei Personen zugeordnet werden. Polizeibeamte begaben sich zur Wohnung des 26-Jährigen, um das ganze dann zu überprüfen. Nach Öffnen der Tür war auch hier deutlicher Marihuana-Geruch wahrzunehmen. Bei einer anschließenden Durchsuchung konnten dann Marihuana-Reste und weitere Utensilien, die auf den Gebrauch von Betäubungsmitteln hinweisen, aufgefunden werden. Diese wurden sichergestellt. Der 26-Jährige wurde vorläufig festgenommen und nach erfolgter Sachbearbeitung wieder entlassen.

 

Die Polizei hat derzeit wohl auch etwas Glück, was ihre „Verbrechensbekämpfung“ angeht. Erst vor Kurzem waren Zivilpolizisten in München von einem Kiffer gefragt worden, ob er in ihrem VW-Bus zusammen mit ihnen einen Joint rauchen könne. Trotz des „netten Angebots“ wurde dieser natürlich angezeigt. Auch ein Schuh-Dieb war vor einigen Tagen ausgerechnet in eine Polizeidienststelle geflüchtet.

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