Mo., 15.12.2014 , 09:19 Uhr

Polizeigewalt: Verliert Rosenheimer Ex-Polizeichef den Beamtenstatus?

Der wegen Körperverletzung schon vor zwei Jahren verurteilte Ex-Polizeichef von Rosenheim soll nun auch seinen Beamtenstatus verlieren. Der Freistaat Bayern als Dienstherr des 53-Jährigen klagt auf Entfernung aus dem Beamtenverhältnis.

Update: Der Polizist verliert seinen Beamtenstatus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Alle Infos hier.

 

Der Fall hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt und etliche Debatten über Polizeigewalt ausgelöst. Seit heute muss sich der Ex-Polizeichef von Rosenheim in München vor Gericht verantworten. Der Freistaat möchte ihm seinen Beamtenstatus aberkennen. Er hatte einen 15-Jährigen im Dienst mehrmals geschlagen und dabei verletzt, obwohl der Junge mit Handschellen gefesselt war.

 

Für Polizisten steht viel auf dem Spiel

 

Derzeit ist der Mann vom Dienst suspendiert, erhält allerdings noch Gelder aus der Staatskasse und hat den Anspruch auf eine Pension. Auch diesen könnte er in dem Prozess verlieren.

 

Die Schläge des Polizisten auf den Kopf eines Schülers seien ein „sehr schweres Dienstvergehen“, begründen die Anwälte des Freistaates ihre Klage. Am Montag (9.15 Uhr) befasst sich das Verwaltungsgericht München mit dem Fall. Gewinnt der Dienstherr den Prozess, ist die Beamtenlaufbahn des suspendierten Polizisten endgültig zu Ende.

 

Es geht um einen Gewaltexzess des damaligen Polizeichefs beim Rosenheimer Herbstfest im Jahr 2011. Auf der Wache schlug der Beamte den Kopf des gefesselten Jugendlichen mehrmals gegen die Wand. Das wehrlose Opfer trug eine Platzwunde an der Lippe davon. Ein Schneidezahn brach, andere Zähne wurden geschädigt. Ende 2012 verurteilte das Landgericht Traunstein den damals 51-Jährigen wegen vorsätzlicher Körperverletzung im Amt zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten. Damit war der Beamte aber nicht automatisch amtsenthoben. Dies will der Staat nun disziplinarrechtlich erreichen.

 

dpa/pm

Polizei Polizeichef Prügel Rosenheim

Das könnte Dich auch interessieren

01.06.2026 Vom Gärtnerplatz bis nach Giesing: So lebt München die Reparatur-Revolution Der ökologische Fußabdruck: Was ein Neukauf wirklich kostet Jedes neue Smartphone, jeder Laptop und jedes Tablet hat eine unsichtbare, aber gewaltige Geschichte, bevor es überhaupt in den Regalen der Münchner Geschäfte landet. Die Herstellung von Elektronik ist ein extrem ressourcenintensiver Prozess. Für die Produktion eines einzigen Smartphones werden seltene Erden wie Kobalt, Tantal und Gold 27.05.2026 Gemi Elettronica: technologische Lösungen für moderne Sicherheit und Komfort in Haus und Landwirtschaft Auch wenn diese beiden Systeme auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, verbindet sie eine klare Philosophie: technische Lösungen sollen nicht kompliziert sein, sondern das Leben einfacher, sicherer und effizienter machen. Genau darauf ist die Produktentwicklung von Gemi Elettronica ausgerichtet.   Technologie als Antwort auf reale Alltagsprobleme In vielen Haushalten und landwirtschaftlichen Betrieben treten immer 20.05.2026 Wie lange dauert eine Masterarbeit? Bearbeitungszeit, Zeitplan und realistische Erwartungen Die Masterarbeit markiert den Abschluss eines mehrjährigen Studiums – und viele Studierende fragen sich schon Monate vorher, wie lange eine Masterarbeit eigentlich dauert und ob die offiziellen Vorgaben mit der Realität übereinstimmen. Laut den Prüfungsordnungen vieler deutscher Hochschulen, darunter die LMU München, die TU München und die Universität Hamburg, beträgt die reguläre Bearbeitungszeit sechs Monate. 20.05.2026 München für Länger: Warum möbliertes Wohnen die bessere Alternative zum Hotel ist Wer für ein Projekt, eine neue Arbeitsstelle oder eine längere Weiterbildung nach München kommt, kennt das Dilemma: Ein Hotelzimmer wird auf Dauer unpersönlich und teuer, während die Suche nach einer Mietwohnung auf dem angespannten Münchner Markt oft frustrierend und zeitaufwendig ist. Genau hier schließt eine clevere Lösung die Lücke: Business Apartments und möblierte Wohnungen auf