Mo., 14.12.2015 , 15:45 Uhr

Prozess gegen jungen Münchner - Hat er seine Tochter fast totgeschüttelt?

Ein Säugling wird heftig geschüttelt, sein winziges Köpfchen fliegt haltlos hin und her. Die Folge sind irreparable Hirnschäden. Der Prozess gegen einen 23-Jährigen, welcher dies im vergangenen Dezember seiner Tochter angetan haben soll, hat nun begonnen.

 

 

Zum Auftakt seines Prozesses wegen versuchten Mordes an seinem Baby hat ein junger Vater vor dem Münchner Schwurgericht die Tat bestritten. Er habe sein damals zwei Monate altes Töchterchen nicht durch mehrmaliges, kräftiges Schütteln lebensgefährlich verletzt, beteuerte der nach eigenen Angaben sehr fromme Angeklagte am Montag. Das Kind sei zwar nicht geplant gewesen, er habe sich aber über die Geburt „sehr gefreut“.

 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 23-Jährige Anfang Dezember 2014 den Säugling unbemerkt von seiner Frau so heftig geschüttelt hatte, dass der Kopf hin und her flog. Obwohl das Baby kein Lebenszeichen mehr zeigte, habe der Vater zunächst keine Hilfe geholt. Der später endlich doch noch benachrichtigten Notärztin sowie den Klinikärzten hat er anschließend das Schütteln verschwiegen. Das Kind wird trotz mehrerer Operationen laut Gutachten auf Lebenszeit schwerstbehindert bleiben.

 

Der Staatsanwaltschaft zufolge hat der Vater „aus einer unbarmherzigen Gesinnung heraus“ gehandelt, um beim Fernsehen und Surfen im Internet seine Ruhe zu haben. Aus demselben Grund soll der Angeklagte das Baby im November 2014 schon einmal verletzt haben. Der Kinderarzt vermutete eine Kindesmisshandlung und meldete das Baby zur Abklärung im Krankenhaus an, doch die Eltern brachten das Töchterchen nicht dorthin.

 

Das Kind sei „eher ungeplant“ gewesen, weil seine Frau Abiturientin war, sagte der Angeklagte. „Aber es war überhaupt kein Problem“. Er habe dann sogar einen Monat Elternzeit genommen. Die Hebamme habe ihn unterwiesen, wobei es auch ein Thema war, „dass der Kopf des Kindes nicht nach hinten fallen darf“.

 

Der Angeklagte sagte, dass er mit seiner Tochter in Zukunft „noch mehr Zeit verbringen“ wolle. „Ich habe gehört, es geht ihr immer besser.“ Der Prozess gegen den jungen Vater wird fortgesetzt.

 

Weitere Details zur Tat im Dezember 2014 finden Sie hier.

 

 

 

dpa

Baby Behindert Prozess Säugling schütteln

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 SEO-Beratung für Münchner Unternehmen: Wie finden Münchner Unternehmen die richtige SEO-Beratung? Bezüglich der Gewinnung neuer Kunden für Unternehmen spielt die digitale Sichtbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. In einer wirtschaftsstarken Region wie München ist der Wettbewerb in vielen Branchen besonders intensiv. Eine Spitzenplatzierung in den Google-Suchergebnissen kann daher einen enorm wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung gehört zu den effektivsten Maßnahmen im Online-Marketing. Durch eine gezielte Optimierung 18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei