Mo., 15.09.2014 , 09:58 Uhr

Rosenheim: Immer mehr Flüchtlings-Schleuser

25 893 Flüchtlinge sind nur in der ersten Häflte dieses Jahres illegal nach Deutschland eingereist. Viele von ihren bringen Schleuser ins Land. Die Fahnder der Bundespolizei an der Grenze können dem kaum noch Herr werden.

100 000 Asylbewerber

Die Zahl der illegal einreisenden Flüchtlinge ist im Vergleich zum Zeitraum im Vorjahr um ganz 51,7 Prozent gestiegen.

4206 der Menschen, die nach dem Aufenthaltsgesetz unerlaubt nach Deutschland eingereist sind, haben Schleuser nach Deutschland gebracht.

Das sind Kriminelle, die gegen oft übertriebene Summen den Flüchtlingen anbieten, sie in ein anderes Land und in ein besseres Leben zu befördern, ohne dass sie Probleme mit dem Gesetz bekommen.

Das gelingt manchmal, oft aber auch nicht. Die illegale Einreise ist nach dem deutschen Gesetz eine Straftat, der die Polizei nachgehen muss.

Während den Flüchtlingen aber in den meisten Fällen nur die Wieder-Ausweisung droht, geht es den Schleusern oft deutlich heftiger und konsequenter an den Kragen.

Die Polizei nahm allein im laufenden Jahr bisher 967 Schleuser fest, das sind rund 15 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr.

Die Zahlen beziehen sich aber nur auf die festgestellten unerlaubten Einreisen. Insgesamt kamen seit Anfang des Jahres rund 100 000 Asylbewerber nach Deutschland, fast 60 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums stellten zwischen Januar und August 99 592 Ausländer erstmalig einen Antrag auf Asyl. Die meisten stammen aus dem Bürgerkriegsland Syrien, gefolgt von Serbien, Eritrea, Mazedonien und dem Irak. 2013 waren es bis Ende August 62 464 Erstanträge gewesen.

 

 

Zu viele für die Behörden

Der Strom an Flüchtlingen und das vermehrte Aufkommen von Schleusern bringt die Polizei und die Ämter an ihre Grenzen.

Kaum können sie noch dem riesigen Aufwand, den jeder Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz mit sich bringt, bewältigen.

 

 

adc / dpa

Asyl Asylanten Asylbewerber Asylbewerberheim Bayernkaserne Erstunterkunft

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2025 Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Auto-Anschlag Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Anschlag in München mit 37 Verletzten übernommen. Die Karlsruher Behörde erklärt das mit der besonderen Bedeutung des Falls und einem möglichen Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung.   Wegen der besonderen Bedeutung des Falls hat jetzt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu dem Anschlag auf Demonstranten in München mit 14.02.2025 Anlaufstellen für Betroffene und Zeugen Nach dem Anschlag in München am Donnerstag, den 13. Februar 2025, stehen verschiedene Hilfsangebote für Opfer, Angehörige und Trauernde zur Verfügung: Nach dem tragischen Anschlag in München steht der Kriseninterventionsdienst RUF24 der Stiftung AKM bereit, um Betroffenen und lebensbedrohlich verletzten Menschen Unterstützung zu bieten. Das Krisentelefon ist 24-Stunden jederzeit erreichbar: 0157 733 11 110 Außerdem 04.02.2026 Alles zur Kommunalwahl auf münchen.tv Die Kommunalwahl in München am 8. März 2026 entscheidet darüber, wer künftig im Rathaus und in den Bezirksausschüssen die Richtung für unsere Stadt vorgibt. Auf unserer Seite zur Wahl finden Sie einen interaktiven München‑O‑Mat, mit dem Sie Ihre eigenen Positionen mit den Programmen der antretenden Parteien und Wählergruppen vergleichen können – einfach Thesen beantworten, Parteien 29.01.2026 Aus Bayern in die Schweiz: Was vor dem Umzug unbedingt zu beachten ist Die Schweiz zieht seit Jahren viele Menschen aus Bayern an. Nähe zur Heimat, attraktive Arbeitsbedingungen und eine hohe Lebensqualität machen den Schritt über die Grenze besonders für Fachkräfte interessant. Gleichzeitig wird der Umzug häufig unterschätzt, denn rechtliche Vorgaben, Fristen und organisatorische Details unterscheiden sich deutlich von denen in Deutschland. Wer unvorbereitet startet, riskiert unnötige Verzögerungen