Do., 16.10.2014 , 10:40 Uhr

Terrorismus-Verdacht: Salafisten aus München in Österreich festgenommen

München / Villach:  Schon länger hatten Verfassungsschützer die Familie beobachtet: In Österreich ist ein Paar mit ihrem achtjährigen Kind verhaftet worden. Der 20-Jährige und seine 33-Jährige Partnerin sollen sich im August in einem Camp in Syrien zu „Kämpfern“ ausbilden haben lassen. Beide wohnten in München.

 

Sie wurden von der Münchner Staatsanwaltschaft per Haftbefehl wegen Terrorsimus-Verdachts gesucht.

 

Der türkisch-stämmige Mann aus München war wegen salafistischer Aktivitäten schon lange vom Geheimdienst beobachtet worden. Im August sei er mit seiner Partnerin irakischer Abstammung nach Syrien gereist, wo sich das Paar angeblich in einem Terrorcamp ausbilden ließ. Laut Kronen Zeitung waren beide per internationalem Haftbefehl gesucht worden. Ihr 8-Jähriger Sohn war mitgereist. In ihrem Gepäck seien 4000 Euro Bargeld aufgetaucht.

 

„Wir schließen nicht aus, dass sie einen Auftrag hatten. Die IS bildet niemanden zum Spaß an den Waffen aus. Die Tatsachen, dass sie so rasch wieder die Heimreise antraten und diese Summe bei sich hatten, sind alarmierend“, zitiert die österreichische Zeitung den deutschen Geheimdienst.

 

Die Aktion sei sorgfältig vorbereitet worden, so die Polizei. Beide sollen bis August in München gelebt haben und dann ein Terrorcamp in Syrien besucht haben, um sich zu Kämpfern ausbilden zu lassen.

 

Der achtjährige Sohn wurde in die Obhut von Verwandten gegeben.

 

 

Polizeibericht:

 

Die Polizei ermittelt seit August 2014 im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I gegen einen 20-Jährigen (türkisch-stämmiger Deutscher) und eine 33-Jährige (irakischstämmige deutsche Staatsangehörige) wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die beiden Beschuldigten stehen im Verdacht, im August nach Syrien ausgereist zu sein und sich dort dem bewaffneten Kampf jihadistischer Gruppierungen angeschlossen zu haben.

 

Bemerkenswert erscheint, dass die Frau bei der Ausreise auch ihren 8-jährigen Sohn mit in die Krisenregion nahm. Da im Zuge weiterer Ermittlungen bekannt wurde, dass die drei Personen beabsichtigen wieder nach Deutschland zurückzukehren, wurden durch die Staatsanwaltschaft München I Haftbefehle für die beiden Beschuldigten erwirkt.

 

Die beiden Personen konnten nun am Samstag, 11.10.2014, in einem Reisezug in Österreich am Bahnhof Rosenbach durch österreichische Polizeibeamte festgenommen werden. Die beiden Personen befinden sich in Auslieferungshaft. Das mitreisende Kind wurde vorerst einer Jugendfürsorgeeinrichtung in Österreich überstellt.
Das Polizeipräsidium München und das Bayerische Landeskriminalamt bedanken sich für die hervorragende Zusammenarbeit mit den österreichischen Behörden, ohne die die Festnahme erheblich erschwert gewesen wäre.

 

(Bild: Symbolfoto)

Österreich Polizei salafisten Terrorismus

Das könnte Dich auch interessieren

20.05.2026 Wie lange dauert eine Masterarbeit? Bearbeitungszeit, Zeitplan und realistische Erwartungen Die Masterarbeit markiert den Abschluss eines mehrjährigen Studiums – und viele Studierende fragen sich schon Monate vorher, wie lange eine Masterarbeit eigentlich dauert und ob die offiziellen Vorgaben mit der Realität übereinstimmen. Laut den Prüfungsordnungen vieler deutscher Hochschulen, darunter die LMU München, die TU München und die Universität Hamburg, beträgt die reguläre Bearbeitungszeit sechs Monate. 20.05.2026 München für Länger: Warum möbliertes Wohnen die bessere Alternative zum Hotel ist Wer für ein Projekt, eine neue Arbeitsstelle oder eine längere Weiterbildung nach München kommt, kennt das Dilemma: Ein Hotelzimmer wird auf Dauer unpersönlich und teuer, während die Suche nach einer Mietwohnung auf dem angespannten Münchner Markt oft frustrierend und zeitaufwendig ist. Genau hier schließt eine clevere Lösung die Lücke: Business Apartments und möblierte Wohnungen auf 15.05.2026 Tag der Alltagsbegleiter: Die stille Kraft, die Familien trägt An ihrer Seite ist an diesem Morgen Marta, Alltagsbegleiterin. Sie antwortet nicht mit Korrektur, nicht mit Ungeduld, nicht mit einem schnellen „Aber Sie sind doch zu Hause“. Sie setzt sich zu Frau Krüger, nimmt Blickkontakt auf und sagt ruhig: „Wir bleiben jetzt erst einmal hier zusammen. Ich bin da.“ Dann stellt sie eine Tasse Tee 13.05.2026 Mein Körper, meine Entscheidung: Warum Schönheits-OPs kein Tabu mehr sind Ästhetische Eingriffe werden heute deutlich offener thematisiert als noch vor einigen Jahren. Was früher häufig hinter verschlossenen Türen blieb, ist inzwischen Teil öffentlicher Gespräche geworden – ob in sozialen Medien, Podcasts oder persönlichen Erfahrungsberichten. Parallel dazu verändert sich auch die ästhetische Medizin selbst: Viele Menschen wünschen sich heute keine möglichst auffälligen Veränderungen mehr, sondern natürliche