Mi., 16.03.2016 , 10:17 Uhr

U-Bahn, Bus und Tram: Vermehrte Kontrollen der MVG

Aufgrund eines Verlustes von jährlich mehr als 10 Millionen Euro und einer steigenden Zahl von Schwarzfahrern hat die MVG begonnen, vermehrt in Bussen, U-Bahnen und Trambahnen zu kontrollieren.

 

So soll das Personal der MVG weiter aufgestockt werden, um zum einen der gestiegenen Zahl an Fahrgästen Herr werden zu können und zum anderen der im letzten Jahr leicht auf 3 Prozent gestiegenen Zahl von Schwarzfahrern entgegenzuwirken. Auch die Kontrollen selbst sollen verbessert werden: Es soll dauerhaft kontrolliert werden und neue Kontrollpunkte und Taktiken eingeführt werden, heißt es in einem Bericht von Radio Gong 96,3.

 

So steigt die Wahrscheinlichkeit, beim Schwarfahren erwischt zu werden und das kann mittlerweile auch richtig teuer werden. So wurde die Strafe auf 60 Euro erhöht, beim dritten Mal Fahren ohne gültiges Tickt droht eine Anzeige.

 

 

 

Doch nicht nur die Kontrollpräsenz soll verstärkt werden, auch der Preis der Semestertickets für Studenten soll offenbar erhöht werden. So legt eine von der MVG und der Deutschen Bahn in Auftrag gegebene Studie nahe, dass der Preis des Semestertickets momentan zu niedrig sei. Studenten bezahlen momentan einen Grundbetrag von 62,50 Euro und können dafür im MVV-Netz zwischen 18 Uhr und 6 Uhr fahren. Eine unbegrenzte Nutzung des Netzes war bislang gegen Entrichtung eines Aufpreises von 157,60 Euro mit einem Isar-Card-Semesterticket möglich.

 

Studentenvertretungen befürchten nun eine drastische Erhöhung des Preises oder eine Abschaffung des Angebotes, das von rund 75 % der Münchner Studenten genutzt wird. Das Semesterticket befindet sich seit drei Jahren im Probelauf. Die Testphase läuft zum kommenden Wintersemester aus. Der MVG hat mittlerweile in einer Pressemitteilung verlauten lassen, dass das Semesterticket zwar fortgeführt werden solle, jedoch der reduzierte Preis für Studenten von anderen Fahrgästen oder dem Steuerzahler getragen werden müsse, wenn man keine gemeinsame Lösung finde.

 

Deswegen müsse man sich nun inhaltlich mit der Studie auseinandersetzen und „daraus ein möglichst attraktives, aber auch fair finanziertes Angebot für die Studenten abzuleiten“, raten die Deutsche Bahn und die MVG.

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