Di., 12.07.2016 , 11:16 Uhr

Wiesn-Lexikon: "L" wie "Lederhose"

Die Lederhose ist vom Münchner Oktoberfest nicht wegzudenken. Sie ist DAS bayerische Accessoire, das jeder Mann tragen sollte, um passend für die Wiesn gekleidet zu sein.

 

Es gibt die verschiedensten Modelle, von traditionell, bis modern mit Strass besetzt. Leder ist als strapazierfähiges Material bekannt und wird daher seit Jahrhunderten als Material für Hosen gebraucht. Die Lederhose hat deshalb schon eine sehr lange Tradition. Das Tragen der Lederhose ist besonders in den Alpenregionen Bayerns und Österreichs verbreitet. Dort trägt man sie in zwei Formen:

 

Als kurze Hose und als Kniebundhose. Die kurzen, kniefreien Hosen wurden zur Arbeit und zur Jagd getragen, wohingegen die lange Hose eher eine Festtagshose war. Die kurze Lederhose war dabei in Deutschland nur im südbayerischen Raum am Rande der Alpen verbreitet. Nördlich von München und im Rest Deutschlands gehörte sie nicht zur Tracht. Die „Kurze“ ermöglicht noch dazu die lauten Schnalz-Geräusche beim Schuhplatteln, dem alpenländischen Volkstanz. Hier haben wir für Sie einen originalen und originellen Shop für Lederhosen in München besucht.

 

 

Video: Ob kurz, dreiviertel oder auch lang – die Lederhosn fasziniert nicht nur mehr zur Wiesnzeit! Die Auswahl dabei ist rießig – von nagelneu bis wahre Raritäten, die bereits über hundert Jahre alt sind – Jung und Alt erfreuen sich an ihrer Ledernen.

 

 

In vielen Regionen, wie dem Allgäu, dem südlichen Chiemgau, dem Bayerischen Oberland und dem Berchtesgadener Land sowie dem Salzkammergut ist die Lederhose nicht nur Tracht sondern auch Alltagskleidung. Eine handgemachte und maßgefertigte Lederhose, wie sie in diesem Regionen gebräuchlich ist, hält ein Leben lang und wird oftmals sogar weitervererbt.

 

Wegen dieser langen Haltbarkeit und dem regelmäßigen Gebrauch, kann die zunächst raue und matte Oberfläche stark abgenutzt werden. Die Hose wird dadurch „speckig“ und solche Hosen werden umgangssprachlich als „Krachlederne“ bezeichnet. Besonders charakteristisch für die Lederhose sind ihre Bestickungen und der Hosenlatz. An der rechten Seite der Hose ist gebräuchlicherweise eine Messertasche angebracht, in der ein Jagdmesser verstaut werden kann, oder auch ein Trachtenflascherl, in dem ein lecker Schnapps oder Likör versteckt ist.

 

 

Video und Tipp: Als perfektes Warm-Up für die Wiesn gibt es in München auch immer wieder das sogenannte Lederhosentraining. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

 

 

In der Regel werden traditionelle Trachtenlederhosen aus sämisch gegerbtem Hirschleder oder einem anderen weichen Leder hergestellt. Industriell hergestellte Hosen werden auch oftmals aus Wildbockleder gefertigt. Rindsleder wird nur für industrielle Massenware verwendet. Die Stickereien sind meist in weiß, grün oder gelb gehalten und nur die teuren, mit viel Fingerspitzengefühl angefertigten Hosen werden Handbestickt.

 

Den Unterschied zwischen der teuren Handstickerei und der Maschinenstickerei erkennt man daran, dass die Maschine das Leder durchsticht, per Hand jedoch nur in die obere Schicht des Leders eingestochen wird. Die handgefertigte Stickerei wölbt sich daher reliefartig leicht nach oben, was ein besonderes Qualitätsmerkmal ist. Ein weiteres Zeichen, das für besondere Qualität und aufwändig verarbeitete, handgearbeitete und dementsprechend hochpreisige Lederhosen ist die sogenannte Säcklernaht. Bei dieser Naht werden die Lederkanten nach außen sichtbar und als gelbe Naht zusammengenäht. Zusätzlich werden auch noch helle Lederstreifen zwischen die Lederkanten gelegt.

 

Link-Tipps:

Alle Einträge im Wiesn-Lexikon finden Sie hier.

Umfangreiche Zusammenfassung der wichtigsten Themen rund ums Oktoberfest.

 

 

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Lederhose Tracht Wiesn-Lexikon

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