Mi., 25.11.2015 , 13:51 Uhr

Wintereinbruch im Tierpark Hellabrunn

Der Winter ist in München angekommen und so passt sich auch der Tierpark Hellabrunn an die kälteren Tage an: Die Seelöwen haben sich eine Speckschicht angefressen, Waldbisons und Wölfe ein dickes Winterfell zugelegt und die Murmeltiere ihren Winterschlaf begonnen. Die Techniker haben Wärmetechnik und Wasserpumpen überprüft.

 

 

Hellabrunn: Braunbärin Olga und die Präriehunde halten bereits Winterruhe. Die Murmeltiere
haben sich bis etwa Ostern zum Winterschlaf zurückgezogen. Waldbisons, Elche
und Wölfe haben sich einen warmen Mantel aus dickem Fell zugelegt und die
Südamerikanischen Seelöwen haben sich bereits eine wärmende Speckschicht angefressen.

 

Aber nicht nur die Tiere bereiten sich auf die kältesten Monate des Jahres vor, auch die Techniker des Tierparks haben in diesen Wochen alle Hände voll zu tun. Vor dem Winter müssen alle Wasserpumpen und Wärmetechnik überprüft werden.

 

Die Wärmetechnik sorgt dafür, dass in den sogenannten Warmhäusern angenehm-warme Temperaturen aufrechterhalten werden. Beispielsweise im Schildkrötenhaus herrscht ganzjährig tropisches Klima, damit sich die empfindlichen Seychellen-Riesenschildkröten wohlfühlen, auch wenn es draußen fröstelt. Die Dschungelwelt und das Urwaldhaus müssen in der kalten Jahreszeit ebenfalls schön warm bleiben, damit die tropischen Tiere wie Fischkatzen, Schimpansen und Gorillas nicht krank werden.

 

Die Wasserpumpen sorgen dafür, dass bei Frost die vielen Wasserläufe eisfrei bleiben. Die Wassergräben im Tierpark dürfen nicht zufrieren, da sonst beispielsweise die Sibirischen Tiger Ahimsa und Jegor aus ihrer Anlage herausspazieren könnten.

 

 

„Hellabrunn hat 365 Tage im Jahr geöffnet und bietet dank seiner vielen Tierhäuser auch bei
kalten Temperaturen oder ungemütlichem Wetter, Regen und Schnee eine warme, trockene
Alternative für Ausflügler. Tropisches Klima und exotische Tiere gibt es nicht nur in der
Dschungelwelt, sondern auch im Urwald- und Schildkrötenhaus. Dort fühlt man sich wie bei
einem Kurztrip in wärmere Gefilde. Auch beim Besuch des Aquariums taucht man im wahrsten
Sinne des Wortes in eine ganz eigene Welt ab.“, erzählt Zoodirektor Rasem Baban.

 

In der Hellabrunner Polarwelt hingegen ist die Freude über den Wintereinbruch groß. Die
Eisbären Giovanna, Yoghi, Nela und Nobby genießen Kälte, Eis und Schnee. So sind
sie jedes Jahr die Ersten, die mit Begeisterung im Schnee herumtoben und regelrechte
Schneebäder und -ballschlachten veranstalten.

 

Aber auch Tiere, die in ihren Heimatregionen eigentlich keinen Winter kennen, fühlen sich in
Hellabrunn zurzeit pudelwohl. Die Asiatischen Elefanten beispielsweise lieben den Schnee. Fressen dürfen die Dickhäuter den Schnee allerdings nicht, denn dann bekämen sie Bauchschmerzen. Grundsätzlich vertragen Elefanten trockene Kälte relativ gut, nur feuchte Kälte mögen sie nicht. Nachts braucht die Elefantenherde daher einen warmen Stall, dort herrschen auch bei kältesten Außentemperaturen mindestens 18 Grad.

 

 

Auch  den meisten afrikanischen Huftieren wie Zebras, Antilopen und Giraffen macht die Kälte nichts aus. Nur bei Glatteis dürfen sie nicht auf ihre Außenanlagen, da die Rutschgefahr zur groß ist. Vor allem das Risiko, dass die Giraffen den Halt verlieren und sich die langen Beine brechen, ist zu hoch. Das Vorgehege der Netzgiraffen ist allerdings mit einer Eisfreihaltung ausgestattet, mit der die Tierpfleger im Winter Eis und Schnee abtauen und die Tiere dann wieder an die frische Luft lassen können. Im Inneren des 2013 eröffneten Giraffenhauses wurden in der Bodenplatte Kunststoffrohre verlegt, durch die warmes Wasser fließt. Dies stellt die Beheizung des Gebäudes sicher und garantiert die für die afrikanischen Netzgiraffen nötigen, warmen Temperaturen.

 

 

 

 

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