Mo., 14.11.2016 , 08:50 Uhr

51-Jähriger bei Attacke in Münchner S-Bahn schwer verletzt

München – Ein 51 Jahre alter Mann ist bei einer Attacke in der Münchner S-Bahn von einem jungen Mitfahrer schwer verletzt worden. Eigentlich wollte er einen 17-Jährigen beruhigen, als dieser andere Fahrgäste anpöbelte.

 

Der aggressiv gewordene junge Mann, der in der S-Bahn zuvor herumgeschrien und andere Fahrgäste angepöbelt hatte, habe dem 51-Jährigen am Samstagabend unvermittelt und mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen, teilte die Bundespolizei am Sonntag mit. Zuvor hatte der 51-Jährige gemeinsam mit zwei anderen Männern vergeblich versucht, den Randalierer zu beruhigen. Als der Mann zu Boden ging, soll der Täter wiederholt mit dem Fuß gegen dessen Kopf getreten haben. Einer der anderen Männer habe den Aggressor vom Opfer weggezogen, hieß es, daraufhin sei der Täter beim nächsten S-Bahn-Halt mit einer Begleiterin über die Gleise geflüchtet.

 

Der 51-Jährige kam nach Angaben der Bundespolizei mit schweren Gesichtsverletzungen in eine Klinik. Er sollte voraussichtlich noch am Wochenende operiert werden, hieß es. Die Tat weckt Erinnerungen an den Fall Dominik Brunner vom September 2009. Der Geschäftsmann hatte sich damals schützend vor Kinder gestellt. An einem Münchner S-Bahnhof wurde er dann zusammengeschlagen. Er starb an Herzversagen.

 

Die Suche nach dem Täter blieb zunächst erfolglos. Doch ein Augenzeuge gab einen wichtigen Hinweis, berichteten die Beamten. Daraufhin sei die Polizei auf einen 17 Jahre alten Tatverdächtigen gestoßen, der sich bislang allerdings nicht zu den Vorwürfen geäußert habe. Der Jugendliche ist weiter auf freiem Fuß. Nähere Erkenntnisse erhofft sich die Polizei von der Auswertung der Videoaufnahmen aus der S-Bahn sowie von weiteren Zeugenaussagen.

 

Die Bundespolizei bittet Mitfahrende, die sich gegen 21:10 Uhr ab Laim stadtauswärts, Richtung Petershausen, in der S2 befunden haben, und sich noch nicht als Zeugen zur Verfügung gestellt haben, und die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben können, sich unter der Rufnummer 089/515550-111 bei der Münchner Bundespolizei zu melden. Vielleicht ist der Tatverdächtige 17-jährige Kroate zuvor bereits gegen 21:00 Uhr im Bereich des Haltepunktes Laim wegen seiner Aggressivität jemanden aufgefallen. Er war ca. 180 cm groß, mit einer senffarbenen Jacke und dunklen Wollmütze bekleidet.

 

(dpa/lby)

Dominik Brunner Polizei S-Bahn Schläger Zivilcourage

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 SEO-Beratung für Münchner Unternehmen: Wie finden Münchner Unternehmen die richtige SEO-Beratung? Bezüglich der Gewinnung neuer Kunden für Unternehmen spielt die digitale Sichtbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. In einer wirtschaftsstarken Region wie München ist der Wettbewerb in vielen Branchen besonders intensiv. Eine Spitzenplatzierung in den Google-Suchergebnissen kann daher einen enorm wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung gehört zu den effektivsten Maßnahmen im Online-Marketing. Durch eine gezielte Optimierung 18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei