Mi., 22.02.2017 , 09:41 Uhr

Die Münchner Weißwurst wird 160 Jahre alt!

Sie ist eine der bekanntesten Spezialitäten – die Münchner Weißwurst. Traditionell mit süßem Senf und einem Weißbier dazu, lassen sich mittlerweile nicht nur die Einwohner der Landeshauptstadt die bayerische Köstlichkeit regelmäßig schmecken. Und das – zumindest der Legende nach – seit genau 160 Jahren.

 

 

Angeblich wurde die Münchner Weißwurst am 22. Februar 1857 erfunden. Und zwar vom „Moser Sepp“, Wirt des Gasthauses „Zum ewigen Licht“ am Marienplatz – wenn auch eher unfreiwillig. Als ihm die Schafsdärme ausgingen und die hungrigen Gäste warteten, soll er seinen Lehrling losgeschickt haben. Der kam allerdings mit Schweinedärmen zurück. Dennoch habe Moser die fertige Masse in die Därme gefüllt. Diese sollen daraufhin nur in Wasser gebrüht worden sein, da sie sonst platzen könnten. So hat sie laut der Legende stattgefunden, die Geburtsstunde der Münchner Weißwurst.

 

Ob die Weißwurst tatsächlich so entstanden ist, oder doch schon früher gesichtet wurde, wird wohl in der Gerüchteküche bleiben. Hauptsache, die Weißwürste schmecken! Und damit das auch so bleibt, werden diese regelmäßig geprüft und getestet.

 

 

Doch das Essen einer Weißwurst stellt viele Menschen immer wieder vor eine Herausforderung. Zeigt der echte Bayer doch mittlerweile viel Toleranz bei der Art des Verzehrs, so ist er bei den Beilagen umso strenger. Die Meisten essen ihre Wurst mit Messer und Gabel, nur wenige „zuzeln“ (aussaugen) noch. Außerdem gibt es ein striktes Konzept: Eine Weißwurst wird stückweise bestellt, dazu gibt es eine Breze, süßen Senf und Weißbier.

 

Tipp der Redaktion

 

Wenn der Tourist im Münchner Hofbräuhaus Ketchup zu seinen Weißwürsten bestellt, dann nur im Schutz von Seinesgleichen. Sollten Sie sich in ein traditionelles und uriges bayerisches Wirtshaus wagen, bleiben Sie der Tradition gerecht. Denn wenn der Bayer was nicht gerne sieht, dann sind es Touristen mit einer Weißwurst voll Ketchup in der Hand.

 

 

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