So., 18.09.2016 , 12:30 Uhr

Die Polizeiberichte vom ersten Wiesn-Tag (17.09.2016)

Am ersten Wieso-Samstag hatte die Münchner Polizei allerlei zu tun. So konnte bereits eine Vergewaltigung verhindert werden. Ein Fußgänger fiel vor ein Taxi und kämpft nun im Krankenhaus um sein Überleben.

Einzug der Wiesn-Wirte und Wiesn-Anstich 2016

 

Trotz des durchwachsenen Wetters verfolgten 25.000 Zuschauer am Samstag, 17.09.2016, den Einzug der Wiesn- Wirte. Mit wenigen Minuten Verspätung, aber rechtzeitig zum Anstich um 12.00 Uhr, erreichten die Bierkutscher das Festgelände. Pünktlich um 12.00 Uhr brauchte Oberbürgermeister Reiter lediglich zwei Schläge, um das erste Fass anzuzapfen und damit das 183. Oktoberfest zu eröffnen. Auch Ministerpräsident Seehofer nahm wie üblich an der Veranstaltung teil. Der Einzug und die Zeremonie verliefen ohne Vorkommnisse. Die Münchner Polizei wünscht allen Gästen, Schaustellern, Bediensteten und Sicherheitskräften eine friedliche Wiesn 2016!

 

Polizei verhindert Vergewaltigung auf dem Oktoberfest

 

Am Samstag stellte eine Oktoberfest-Einsatzgruppe auf einer Wiese in der Nähe der Schaustellerstraße ein küssendes Pärchen fest, was eigentlich auf der Wiesn keine Besonderheit ist. Den Beamten kam die Situation jedoch komisch vor, woraufhin sie noch einmal zurück gingen, um nach dem Rechten zu sehen. Da die Frau, eine 21-Jährige, aufgrund ihrer Alkoholisierung offensichtlich nicht in der Lage war die Situation zu begreifen, zogen die Beamten den Mann, einen 32-Jährigen, von der Frau weg. Mehr dazu lesen Sie auch hier.

 

Taschendiebe festgenommen

 

Am Samstag konnten Taschendiebfahnder der Stadtpolizei Zürich und dem Zivilkommando aus Frankfurt am Main, zwei Männer im Alter von 27 und 31 Jahren dabei beobachten, wie sie gemeinschaftlich und auf sehr professionelle Weise die Geldbörse aus der Hosentasche einer 21-jährigen Touristin entwendeten. Bei den Tätern dürfte es sich um reisende Männer handeln, welche zum Oktoberfest angereist sind. Zur Klärung der Haftfrage wurden sie dem Ermittlungsrichter zugeführt.

 

Video zum Thema Taschendiebe auf dem Oktoberfest.:

 

Gäste wollen mit Falschgeld bezahlen

 

Am Samstag wollte ein 26-Jähriger bei einer Bedienung in einem Festzelt mit einem offensichtlich gefälschten 50 Euroschein bezahlen. Der Täter konnte durch den Sicherheitsdienst des Zeltes festgehalten werden. Bei der anschließenden Durchsuchung konnten zwei weitere gefälschte Scheine aufgefunden werden. Nach erfolgter Sachbearbeitung wurde der 26-Jährige der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

 

Zeigen des Hitler-Gruß und Volksverhetzung in einem Festzelt

 

Drei Wiesn-Besucher aus dem Münchner Umland im Alter von 25, 31 und 32 Jahren, zeigten in einer Festhalle den Hitler-Gruß und riefen weiter deutlich vernehmlich „Heil Hitler“ und weitere strafrechtlich relevante Sprüche. Die drei Männer erwarten Anzeigen wegen Volksverhetzung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

 

 

Wiesn-Besucher will unbedingt ins Zelt; Besuch endet auf der Wiesn-Wache

 

Ein 55-jähriger Schweizer begehrte an einem trotz Überfüllung geschlossenen Festzelt mehrfach und penetrant um Einlass. Nachdem er mehrfach versuchte in das Zelt zu gelangen, wurde er von Ordnern aus dem Bereich des Biergartens verwiesen. Auf dem Weg in Richtung Straße ging er die begleitenden Ordner-Kräfte aggressiv verbal an. Auch gegenüber den verständigten Kräften der Wiesn-Wache zeigte er sich absolut uneinsichtig und unkooperativ. Der Schweizer verbrachte den Rest des abends in Gewahrsam auf der Wiesn-Wache.
Durch den Sicherheitsdienst des Festzeltes wurde dem 55- Jährigen ein zweitätiges Betretungsverbot für dieses Festzelt ausgesprochen.

 

Fußgänger übersieht beim Überqueren der Straße ein Taxi, wird überrollt und schwer verletzt – Ludwigsvorstadt

 

Am Samstag wollte ein 44- jähriger Brite die Paul-Heyse-Straße auf Höhe der Kreuzung zur Schwanthalerstraße überqueren. Hierbei rannte er zwischen mehreren Fahrzeugen hindurch, welche an der roten Ampel an der Kreuzung standen. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen, stolperte er auf Höhe der Fahrbahnmitte und fiel direkt vor ein auf der Paul-Heyse- Straße fahrendes Taxi.

 

Da der 44-Jährige direkt vor das Taxi fiel, konnte der 37-jährige Taxifahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen und überrollte den Brustkorb des Briten mit seinem vorderen linken Reifen. Der 44-Jährige blieb schwerverletzt unter dem Taxi bäuchlings und eingeklemmt liegen. Er kam unter laufender Reanimation in ein Münchner Klinikum, wo er aufgrund seiner schweren Verletzungen stationär behandelt wird. Er schwebt aktuell noch in akuter Lebensgefahr. Der 37-jährige Taxifahrer erlitt durch den Unfall einen Schock und wurde durch das Kriseninterventionsteam noch an der Unfallstelle versorgt.

 

Aufgrund der Unfallaufnahme war die Paul-Heyse-Straße in diesem Bereich für ca. drei Stunden gesperrt. Es kam zu keinen relevanten Verkehrsbeeinträchtigungen. Lediglich die Buslinie 58 war von der Sperrung betroffen. Auch die Feuerwehr hatte bereits darüber berichtet.

 

 

Berichte der Münchner Polizei

 

Alle Einsatzberichte vom Oktoberfest 2016 finden Sie hier.

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