Mi., 17.05.2017 , 16:15 Uhr

Eisbären-Mann Yoghi ist tot - Obduktion ergab Nierenversagen

Tierpark Hellabrunn ist für viele seiner Tierbabys bekannt – vor allem das kleine Eisbärenmädchen Quintana war die Sensation in den letzten Monaten. Umso trauriger ist es nun, dass der 17-jährige Eisbärenpapa Yoghi gestorben ist. In der Obduktion wurde nun festgestellt, dass ein chronisches Nierenversagen Schuld an seinem Tod sein sollte.

 

Der Eisbären-Mann starb am 13. April 2017, wie zuerst vermutet, an einem Nierenversagen. Das ergaben die pathologischen und histologische Untersuchungen, welche nun abgeschlossen sind. Allerdings konnte bis jetzt noch keine Ursache für das Nierenleiden des Eisbären ermittelt werden.

 

 

Oft kann die Ursache für ein chronisches Nierenversagen bei Tieren, wie auch bei Menschen nicht mehr nachgewiesen werden. Prinzipiell kann ein Nierenversagen auf eine bakterielle oder virale Infektion, die schon länger zurückliegt, folgen. Dabei kommt ein Nierenversagen meistens in einem schleichenden Prozess vor und verläuft ohne Krankenhausbesuche.

 

 

Eisbärenpapa Yoghi und daneben Mama Giovanni mit Eisbärenbaby Quintana

 

 

Im Fall Yoghi konnte ein Fehlfunktion der Nieren von Geburt an, sowie eine Herpesviruserkrankung ausgeschlossen werden. Die Tierärtze arbeiteten sehr eng mit den Pflegern zusammen, da diese die Tiere jeden Tag sehen und ihnen auch nur kleine Veränderungen im Verhalten der Tiere auffallen  müssten. Leider ist es bei Wildtieren oft der Fall, dass sie Anzeichen von Erkrankungen oder Schwäche gut und lange verbergen können, sodass man oft erst, wenn es schon zu spät ist, die Erkrankung bemerkt.

 

 

Dr. Christine Gohl erklärt: „Eine Erkrankung der Nieren kann man beispielsweise nur durch regelmäßige Blutabnahme, Ultraschalluntersuchungen oder andere bildgebende Verfahren diagnostizieren. Dies ist bei Tieren wie Eisbären, Tigern oder Primaten schlicht nicht möglich, ohne die Tiere in Narkose zu legen. Im Rahmen jeder Narkose werden unter anderem die Blut – und Organwerte der Tiere erhoben. Allerdings muss immer abgewogen werden, wann und ob man ein Tier in Narkose legt, um jedes unnötige Risiko für das Tier zu vermeiden

 

 

Die Anlage, die bislang noch Eisbärenpapi Yoghi bewohnte, wird nun ein wenig repariert und im Sommer soll dann Eisbärenmama Giovanna mit Tochter Quintana dort einziehen.

 

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