Fr., 01.08.2014 , 13:42 Uhr

Jetzt schon so viele unerlaubt Eingereiste wie 2013

Die Bundespolizei hat am heutigen Freitag auf der A 93 einen Türken festgenommen, der im Verdacht steht, vier Syrer und fünf Palästinenser eingeschleust zu haben. Die Rosenheimer Bundespolizei: Jetzt schon so viele unerlaubt Eingereiste wie 2013.

 

Tags zuvor verhafteten Rosenheimer Bundespolizisten auf der A 8  einen Rumänen. Er wird beschuldigt, fünf syrische Staatsangehörige gegen Bezahlung illegal ins Land gebracht zu haben. Beide Fälle stehen beispielhaft für die aktuelle Entwicklung: Das deutsch-österreichische Grenzgebiet ist der Brennpunkt der Schleusungskriminalität und der unerlaubten Einreisen in die Bundesrepublik. Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim hat mit Ablauf des Monats Juli bereits so viele illegal eingereiste Personen verzeichnet wie im gesamten letzten Jahr.

 

Am frühen Freitagmorgen stoppten Zivilfahnder einen Kleinbus auf der Inntalautobahn bei Oberaudorf. Der Wagen wurde von einem 34-jährigen Türken gesteuert. Seine Mitfahrer, sieben Erwachsene und zwei Minderjährige, gaben an, aus Syrien beziehungsweise Palästina zu stammen. Sie konnten sich allerdings nicht ausweisen. Nicht viel anders stellte sich den Beamten eine Situation am Donnerstag auf der A8 nahe Bad Aibling dar: Ein 42-jähriger Rumäne beförderte mit einem Pkw fünf Syrer im Alter von 20 bis 25 Jahren. Auch sie führten keine Papiere mit.

 

Hauptherkunft der Einreiser: Afrika

 

In beiden Fällen berichteten die unerlaubt Eingereisten, dass sie vor einigen Wochen mit einem Boot über das Mittelmeer nach Italien gekommen wären. Für die letzte Schleusungsetappe, die in Mailand ihren Anfang nahm, hätten sie pro Person 700 Euro zahlen müssen. Die Syrer und Palästinenser konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Anlaufstelle für Flüchtlinge in München zugeleitet werden. Ihre Fahrer werden sich voraussichtlich wegen Einschleusens von Ausländern vor Gericht verantworten müssen. Der Rumäne wurde bereits am Donnerstag auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen.

 

Derzeit wird im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim im Durchschnitt mindestens ein Schleuser täglich verhaftet. Am Ende des Monats Juli hat die Bundespolizei im südlichen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets rund 4.000 illegale Einreisen registriert. Damit ist der Jahreswert von 2013, der übrigens bereits zu 2012 eine knapp 90 prozentige Steigerung darstellte, jetzt schon überschritten. Zu den Hauptherkunftsländern der unerlaubt eingereisten Personen zählen gegenwärtig Syrien, Eritrea, Somalia, Afghanistan und Nigeria.

 

make

Afrika Auto Bayern Bundespolizei Einreise muenchen palästina Syrien

Das könnte Dich auch interessieren

20.05.2026 Wie lange dauert eine Masterarbeit? Bearbeitungszeit, Zeitplan und realistische Erwartungen Die Masterarbeit markiert den Abschluss eines mehrjährigen Studiums – und viele Studierende fragen sich schon Monate vorher, wie lange eine Masterarbeit eigentlich dauert und ob die offiziellen Vorgaben mit der Realität übereinstimmen. Laut den Prüfungsordnungen vieler deutscher Hochschulen, darunter die LMU München, die TU München und die Universität Hamburg, beträgt die reguläre Bearbeitungszeit sechs Monate. 20.05.2026 München für Länger: Warum möbliertes Wohnen die bessere Alternative zum Hotel ist Wer für ein Projekt, eine neue Arbeitsstelle oder eine längere Weiterbildung nach München kommt, kennt das Dilemma: Ein Hotelzimmer wird auf Dauer unpersönlich und teuer, während die Suche nach einer Mietwohnung auf dem angespannten Münchner Markt oft frustrierend und zeitaufwendig ist. Genau hier schließt eine clevere Lösung die Lücke: Business Apartments und möblierte Wohnungen auf 15.05.2026 Tag der Alltagsbegleiter: Die stille Kraft, die Familien trägt An ihrer Seite ist an diesem Morgen Marta, Alltagsbegleiterin. Sie antwortet nicht mit Korrektur, nicht mit Ungeduld, nicht mit einem schnellen „Aber Sie sind doch zu Hause“. Sie setzt sich zu Frau Krüger, nimmt Blickkontakt auf und sagt ruhig: „Wir bleiben jetzt erst einmal hier zusammen. Ich bin da.“ Dann stellt sie eine Tasse Tee 13.05.2026 Mein Körper, meine Entscheidung: Warum Schönheits-OPs kein Tabu mehr sind Ästhetische Eingriffe werden heute deutlich offener thematisiert als noch vor einigen Jahren. Was früher häufig hinter verschlossenen Türen blieb, ist inzwischen Teil öffentlicher Gespräche geworden – ob in sozialen Medien, Podcasts oder persönlichen Erfahrungsberichten. Parallel dazu verändert sich auch die ästhetische Medizin selbst: Viele Menschen wünschen sich heute keine möglichst auffälligen Veränderungen mehr, sondern natürliche