Di., 14.07.2015 , 17:07 Uhr

München: Parteien fordern Raum für Drogenkonsum

Mit sogenannten Drogenkonsumräumen wollen die Grünen, FDP, Piraten und Hut die Zahl der vielen Drogentoten im Raum München verkleinern. Die Fraktionen forderen im Stadtrat die Öffnung eines solchen Raumes, damit Süchtige unter sauberen Bedingungen konsumieren können.

 
 

Die Zahl der Rauschgiftopfer hat sich im Raum München offenbar mehr als verdoppelt. Das liegt nach Meinung der Deutschen Aidshilfe unter anderem daran, dass die Politik die Errichtung sogenannter Fixerstuben verweigert. In Drogenkonsumräumen können Süchtige unter Aufsicht und mit sterilen Mitteln Drogen konsumieren. Sozialarbeiter sollen in diesen Räumen sofort erste Hilfe leisten und die Gefahr einer Überdosis würde um einiges verringert.

 
 

In anderen Großstädten wie Berlin und Hamburg gibt es solche Räume bereits. Hier müssen sich Süchtige nicht mehr vor der Polizei verstecken und sind nicht alleine, falls etwas schief gehen sollte. Der gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Fraktion Bernhard Seidenath sagte der Süddeutschen Zeitung, dass für ihn Fixerstuben „nicht zwingend notwendig sind“. Er empfinde es als „eklatanter Widerspruch“, Drogen einerseits zu verbieten und andererseits Räume einzurichten, in denen Drogenkonsum „erleichtert und geschützt“ werde. Er sieht außerdem die Gefahr, dass manch einer erst damit anfängt, Drogen zu nehmen.
 

Die FDP, Piraten und die Grünen gehen das Problem anders an. Ihre Argumentation nach, ist Drogensucht eine Krankheit die akzeptiert werden müsse. Sie ziehen die Hilfe für Menschen der Angst vor Strafe vor. Voraussetzung müsse in allen Fällen allerdings sein, dass diese Räume geschützt sind und die Polizei keine Razzien durchführen darf. Denn nur so schaffe man es, Vertrauen zu den Süchtigen aufzubauen.

 

 

Fixerstuben sind meist mit Hilfeeinrichtungen verbunden, die die Suchtkranken beraten sollen. Ziel soll es sein, die Überlebenschance der Süchtigen zu verbessern und mit zum Beispiel sterilen Nadeln das Infektionsrisiko zu minimieren. Mit solchen Maßnahmen soll die Zahl der Drogentoten zurückgehen, die immer wieder alleine in ihren Wohnungen aufgefunden werden. Die Hilfe in den Konsumräumen liegt natürlich in erste Linie auf der Hilfe für Kranke, denen in Gesprächen Therapiemöglichkeiten angeboten werden sollen.

 

(sz/jh)

Drogen Konsum Krankheit Politiker Raum Stadtrat Sucht

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 SEO-Beratung für Münchner Unternehmen: Wie finden Münchner Unternehmen die richtige SEO-Beratung? Bezüglich der Gewinnung neuer Kunden für Unternehmen spielt die digitale Sichtbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. In einer wirtschaftsstarken Region wie München ist der Wettbewerb in vielen Branchen besonders intensiv. Eine Spitzenplatzierung in den Google-Suchergebnissen kann daher einen enorm wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung gehört zu den effektivsten Maßnahmen im Online-Marketing. Durch eine gezielte Optimierung 18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei