Do., 24.04.2014 , 10:33 Uhr

München: Sepp Krätz verliert Konzession fürs Andechser am Dom

Nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung folgt der nächste Schlag für Sepp Krätz: Der Gastronom verliert das Andechser am Dom.
Das Kreisverwaltungsreferat hat dem Gastronom Sepp Krätz die Erlaubnis für das Wirtshaus Andechser am Dom entzogen. Dies gilt ab dem 1. Juni, allerdings kann er gegen die Entscheidung des KVR vor dem Verwaltungsgericht klagen. Seit 1994 war Krätz Betreiber des Wirtshauses. Er habe nicht mehr die notwendige Zuverlässigkeit als Wirt, so die Begründung von KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle. Der Entzug ist die Folge aus Krätz‘ Verurteilung. Am 28. März wurde der Wiesnwirt wegen Steuerhinterziehung in 36 Fällen für schuldig gesprochen. Das Urteil: 1 Jahr und 10 Monate Haft auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von 570.000 Euro. Über eine Million Euro hatte Krätz am Fiskus vorbeigeschmuggelt.
Der Anfang vom Ende?
Das KVR hatte Krätz bereits die Konzession für das Frühlingsfest entzogen. Allerdings hat seine Frau Tina das Hippodrom in diesem Fall betrieben. Doch nun könnte Familie Krätz die Erlaubnis für das Oktoberfest 2014 verlieren. Wiesnchef und Münchens zukünftiger Oberbürgermeister Dieter Reiter will sich gegen Krätz aussprechen.

 

„Ich werde dem Stadtrat aufgrund dieses Urteils Herrn Krätz nicht mehr als Wiesnwirt vorschlagen. Wer stattdessen den Platz auf dem Oktoberfest erhält, entscheidet der Stadtrat am 28. April in nichtöffentlicher Sitzung. Welchen Bewerber ich für den Platz vorschlagen werde, ergibt sich aus dem Bewertungsverfahren“, so Reiter.

 

Medienberichten zufolge soll Reiters Favorit der Gastronom Siegfried Able sein. Sollte dieser die Konzession erhalten, verschwindet nicht nur Krätz von der Wiesn, sondern auch der Name „Hippodrom“. Denn Able will angeblich das Zelt in „Marstall“ unbenennen. Um dies zu verhindern haben Sepp und Tina Krätz eine Online-Petition ins Leben geufen. Egal, welcher Festwirt das Zelt in Zukunft betreibe, der Name solle beibehalten werden, so Fanilie Krätz.

„Das Hippodrom darf nicht sterben. Es gehört zur Vielfalt des Münchner Oktoberfests, wie die Krinoline, der Schichtl, das Augustinerzelt und die Bavaria.“

 

rr

 

 

 

 

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