Mi., 24.05.2017 , 16:33 Uhr

Sadomaso-Mail an Schülerin geschickt: Lehrer entlassen

Ein Gymnasiallehrer belästigt minderjährige Schülerinnen mit sexuellen Anzüglichkeiten. Der Fall, der ihn den Job kostet, war nicht sein erstes Vergehen.

 

Ein Gymnasiallehrer aus dem schwäbischen Aichach hat sich mehreren Schülerinnen gegenüber sexuell anzüglich geäußert und deswegen seinen Job verloren. Unter anderem hatte er einer 15-Jährigen eine E-Mail mit sadomasochistischen Fantasien geschrieben. Damit habe sich der 40-jährige Beamte «untragbar» gemacht, urteilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) am Mittwoch in München. Außerdem hatte der Pädagoge versucht, sich drei weiteren Schülerinnen zu nähern, denen er unter anderem Rosen mitsamt Liebesbotschaften schickte.

 

Die Sadomaso-Mail an die 15-Jährige tue ihm «furchtbar leid», sagte der Lehrer vor dem VGH. Er habe sich mündlich und schriftlich bei dem Mädchen entschuldigt. Der Pädagoge erklärte, dass «Dominanz» und «Parthenophilie» (sexuelles Interesse Erwachsener an pubertären Mädchen) Teil seiner Persönlichkeit seien. Er befinde sich deshalb in therapeutischer Behandlung. Seitdem er die E-Mail im Herbst 2012 schrieb, ist er krankgeschrieben.

 

Er gab selbst zu, dass es nicht sinnvoll sei, ihn «derzeit auf Schüler loszulassen». Deshalb bat er den VGH um einen anderen Einsatz als Beamter außerhalb der Schule. Doch Bayerns höchste Verwaltungsrichter beschlossen die endgültige Entlassung. Zuvor hatte der Lehrer Berufung gegen das erste Urteil des VGH eingelegt, das bereits die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis festgelegt hatte. Das Landgericht Augsburg hatte den Lehrer im Juni 2014 bereits wegen Körperverletzung und Verbreitung pornografischer Schriften zu 240 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt.

 

dpa

Email entlassen gefeuert Gymnasium handy Job Lehrer Mail Sadomaso Schule Schülerin Sex SM sms whatsapp

Das könnte Dich auch interessieren

01.06.2026 Vom Gärtnerplatz bis nach Giesing: So lebt München die Reparatur-Revolution Der ökologische Fußabdruck: Was ein Neukauf wirklich kostet Jedes neue Smartphone, jeder Laptop und jedes Tablet hat eine unsichtbare, aber gewaltige Geschichte, bevor es überhaupt in den Regalen der Münchner Geschäfte landet. Die Herstellung von Elektronik ist ein extrem ressourcenintensiver Prozess. Für die Produktion eines einzigen Smartphones werden seltene Erden wie Kobalt, Tantal und Gold 16.09.2026 Langzeitpraktikant*in Redaktion in Vollzeit 40h/Woche 09.09.2026 Sommer-Staycation in Bayern 2027. Warum die Airbnb-Geschenkkarte zum flexiblen Reisegutschein wird Der späte Start hat einen Vorteil, den viele erst auf den zweiten Blick sehen. Während in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Ende August die Schule wieder läuft, haben bayerische Familien noch zwei volle Ferienwochen vor sich. Wer diese zweite Hälfte nutzt, findet an Chiemsee, Tegernsee oder Bodensee spürbar mehr Ruhe und häufig auch günstigere Unterkünfte als im 04.09.2026 B2B-Marketing zur Wiesn: Wie Unternehmen das Oktoberfest 2026 strategisch nutzen Der September 2026 steht in München und weit über die Stadtgrenzen hinaus wieder ganz im Zeichen der bayerischen Tradition. Für Unternehmen bietet diese Zeit eine hervorragende Gelegenheit, Geschäftsbeziehungen abseits des klassischen Büroalltags zu pflegen und zu vertiefen. Das größte Volksfest der Welt ist nicht nur ein kulturelles Ereignis, sondern ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und ein idealer