Mo., 03.04.2017 , 14:30 Uhr

Schulwegsicherheit - Alltags-Gefahren für Kinder

Im April werden in Bayern wieder rund 106.000 Kinder für das neue Schuljahr angemeldet. Zuhause stehen dann vor allem die Eltern vor Herausforderungen und Fragen, die das neue Alltagsleben des Kindes ab nun begleiten werden: Welche Schulsachen benötigt man? Bietet die Schule eine Ganztagsbetreuung an, oder muss ich mir selbst eine organisieren? Vor allem aber: Wie bewältigt mein Kind künftig täglich seinen Weg zur Schule?

 

 

Nicht alle Familien sind in der Lage ihre Kinder zur Schule hin- und anschließend auch wieder zurückzufahren. Oft bleibt diesen dann nichts anderes übrig, als den teils kilometerlangen Schulweg alleine zu bestreiten. Das birgt natürlich Gefahren – Gefahren, vor denen auch der Freistaat, wie jedes Jahr, warnen und schützen möchte.

 

Im Ministerium für Verkehr und Inneres fand deshalb eine Pressekonferenz zum Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm „Bayern Mobil – sicher ans Ziel“ statt. Thomas Hampel, Inspekteur der Bayerischen Polizei, stellte zusammen mit der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ die Gefahren und Risiken dar, mit denen Schüler auf ihrem Schulweg täglich konfrontiert werden.

 

„Unser gemeinsames Ziel sind möglichst keine getöteten oder verletzen Kinder auf dem Schulweg“, so Hampel. Nachdem in Bayern 1972 gleich 35 Kinder auf dem Schulweg tödlich verunglückt waren, hat sich die Situation, dank eingeleiteter Maßnahmen, deutlich verbessert: Sowohl 2015, als auch 2016 sei es zu keinerlei tödlichen Schulwegunfällen gekommen. Dabei soll es auch bleiben. Hampel appelliert daher erneut an die Eltern und Verkehrsteilnehmer, vor allem in schulnahen Bereichen besonders wachsam und umsichtig zu fahren. 2016 hat es in der Landeshauptstadt 115 Schulwegunfälle gegeben – 10,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Verletzt wurden dabei 120 Schüler, davon zehn schwer. Die jungen Schüler begeben sich schnell leichtsinnig und unabsichtlich in gefährliche Situationen, die Vorsicht der anderen Verkehrsteilnehmer ist somit umso mehr gefragt.

 

 

Im Innenministerium fand am Montag die Pressekonferenz zur Schulsicherheit in Bayern statt

 

 

 

Ehrenamtliche Hilfe auf dem alltäglichen Weg zur Schule leisten dabei die über 31.500 Schülerlotsen, Schulweghelfer und Schulbus-Lotsen und Begleiter in Bayern. So machen alleine die wichtigen Unterstützer des Freistaats die Hälfte der in Deutschland tätigen Schulweghelfer aus, eine stolze Zahl.

 

Auch die Polizei leistet unterdessen ihren Beitrag zur Prävention: Verkehrserziehung, Jugendverkehrsschulung und das Erlernen des Umgangs mit dem Fahrrad stehen jährlich auf dem Programm der Bayerischen und Münchner Polizei, mit dem der Nachwuchs für den Gefahren des Straßenverkehrs gewappnet werden soll. Unbelehrbare Raser dürfen sich zeitgleich zum Schulbeginn auf verstärkte Geschwindigkeitskontrollen im Umfeld von Schulen gefasst machen.

 

Vor allem die Eltern werden jedoch gebeten, mit ihren Kindern den Schulweg mehrmals abzulaufen, am besten auch mal im Berufsverkehr. So können Unfälle schlimmerer Art hoffentlich auch in Zukunft weiter vermieden werden.

 

In München selbst herrscht trotz der für Bayern erfreulichen Zahlen aktuell ein Mangel an Schulweghelfern. Wenn Sie Abhilfe schaffen wollen, können Sie sich hier weitere Informationen holen.

 

kw

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