Mo., 01.02.2016 , 15:08 Uhr

Sturm und Regen sorgen für Chaos in Bayern - Lawinengefahr steigt

Zum Wochenbeginn haben Sturm und Regen zu einigen Behinderungen geführt. Umgestürzte Bäume und überflutete Straßen machten Autofahrern zu schaffen. Auch bei der Bahn lief nicht alles nach Plan. Im Allgäu herrscht jetzt große Lawinengefahr.

 

München – Ungemütlicher Wochenstart mit Folgen: Dauerregen und stürmischer Wind haben in Teilen Bayerns Autofahrern und Bahnreisenden zu schaffen gemacht. Starkes Tauwetter sorgte für Überschwemmungen und für hohe Lawinengefahr.

 

Glück im Unglück hatte am Montagmorgen ein 47-jähriger Mann aus Geretsried, der mit seinem Audi in Holzkirchen auf der Kreisstraße MB 9 unterwegs zur Arbeit war. Ein durch den Sturm umstürzender Baum fiel während der Fahrt direkt auf die Frontscheibe des Fahrzeugs. Der Fahrer wurde glücklicherweise nur leicht verletzt. Ein Ast bohrte sich direkt vor dem Fahrer in das Armaturenbrett.

 

Bei der Ausfahrt Seeshaupt an der Autobahn 95 (Landkreis Weilheim-Schongau) blockierte ein umgestürzter Baum die Straße. Auch in Schwaben und im Landkreis Rosenheim waren Bäume umgeknickt und auf die Fahrbahn gestürzt.

 

Auf dem bayerischen Streckennetz der Deutschen Bahn mussten nach Angaben eines Bahnsprechers am Vormittag witterungsbedingt vier Abschnitte zum Teil für mehrere Stunden gesperrt werden. Unter anderem hatte ein Kurzschluss an der Oberleitung für eine Störung auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn gesorgt. Vorübergehend eingestellt wurde der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Deggendorf und Gotteszell. Dort hatte es einen Hangrutsch gegeben.

 

Lawinengefahr und Flusspegel nehmen zu

 

Die milden Temperaturen ließen die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen stark ansteigen. In den Allgäuer Alpen herrschte große Lawinengefahr und damit die zweithöchste der fünf Warnstufen, wie der Lawinenwarndienst Bayern in München mitteilte. Vielerorts drohten Nassschnee- und Gleitschneelawinen, davon könnten vereinzelt auch Verkehrs- und Wanderwege betroffen sein. Erst am Sonntag waren fünf Wintersportler im Allgäu per Hubschrauber gerettet worden, weil um sie herum die Lawinen zu Tal donnerten. Im gesamten restlichen bayerischen Alpenraum wird vor einer erheblichen Gefahr gewarnt – dies ist die dritthöchste Warnstufe.

 

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Der anhaltende Regen und das starke Tauwetter der vergangenen Tage haben auch die Pegelstände an vielen Flüssen steigen lassen und mancherorts zu Überschwemmungen geführt. Am Montag kam es nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes Bayern örtlich noch zu kleinen Ausuferungen und Überflutungen der Meldestufen eins und zwei auf der vierstufigen Skala. Besonders betroffen waren die Oberläufe der westlichen Donauzuflüsse wie die Altmühl. Auch an der Donau selbst stiegen die Wasserstände.

 

Meteorologen erwarteten zwar, dass der Regen allmählich abklingt. Die milden Temperaturen sorgen aber weiterhin für ein Abschmelzen der Schneedecke. Die Hochwasserwellen verlagern sich nach Angaben der Experten weiter flussabwärts und können streckenweise noch zu Überschreitungen der Meldestufen eins und zwei führen.

 

(dpa/lby/pm)

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