Mo., 29.10.2018 , 11:10 Uhr

Verluste von CDU und SPD bei Hessenwahl – das sagen die bayerischen Politiker

CDU und SPD haben am Sonntag in Hessen jeweils zweistellige Verluste erlitten. Nun äußern sich auch die bayerischen Politiker zu den Wahlergebnissen in Hessen.

 

Die Christdemokraten von Hessen-Ministerpräsident Volker Bouffier blieben bei der Landtagswahl in Hessen am Sonntag zwar stärkste Kraft, fuhren nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF aber ihr schlechtestes Ergebnis in dem Bundesland seit mehr als 50 Jahren ein. Sie rutschten auch unter die Marke von 30 Prozent. Große Wahlgewinner waren, wie auch in Bayern, die Grünen mit ihrem besten Abschneiden bei einer Hessen-Wahl sowie die AfD.

 

Bayerns CSU-Generalsekretär Markus Blume versteht den Ausgang der Landtagswahl in Hessen als „doppelten Weckruf“ für die Parteien der großen Koalition. „Die Union muss alles dafür tun, um als Volkspartei ihre Bindekraft ins bürgerliche Lager wieder zu vergrößern (…) Wir dürfen uns mit solchen Ergebnissen nicht anfreunden.“ sagte Markus Blume am Sonntagabend.

 

Die bayerische SPD-Parteilinke Hilde Mattheis forderte einen Austritt aus der großen Koalition, da sich die SPD nur in der Opposition neu aufstellen könne. „Unsere Rechtsverschiebung ist nicht als Fortschritt wahrgenommen worden, sondern als gefährliche inhaltliche Unschärfe.“, so Hilde Mattheis.

 

Die beiden Landesvorsitzenden der bayerischen Grünen Sigi Hagl und Eike Hallitzky begründen den Wahlerfolg der Grünen in Hessen durch den vernünftigen Wahlkampf gegen Populismus und den starken Schwerpunkt auf Umwelt- und Klimaschutz der Partei.

 

 

ed/dpa

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