Fr., 22.05.2015 , 14:16 Uhr

Wiener Platz: Werden die Marktstände abgerissen?

Statt der bisher geplanten Sanierung der Markstände am Wiener Platz, soll es nun einen Neubau geben. Die Marktleute sind über die Pläne verärgert, jedoch gibt es von Seiten der Stadt keine Alternative – die Stände entsprechen nicht den Vorschriften.

 

Gerade an lauen Sommerabendenden zählt der Wiener Platz zu den beliebtesten Orten in der Landeshauptstadt. Obwohl der Landtag nur ein paar Meter entfernt ist, kommt kaum ein Tourist vorbei und wenn doch, findet er in den meisten Fällen schnell den Weg in den Hofbräukeller.
Einen Sitzplatz zu ergattern, ist trotzdem nicht ganz einfach, denn die wenigen Stühle zwischen Eis- und Blumenständen sind beliebt, nur wer schnelle Füße und den nötigen Blick hat, wird belohnt und darf sich setzen.

 

Doch in Zukunft könnte es ruhiger werden, denn die Buden neben Brunnen und Hofbräukeller sollen abgerissen werden. Die Haidhausener Markstandbetreiber sind verärgert, denn ein Konzept wurde nicht mit ihnen abgestimmt.
Kommunalrats-Sprecher Bernd Plank weist diesen Vorwurf in der Süddeutschen Zeitung zurück, räumt aber ein, dass man nicht von einem richtigen Workshop sprechen könne und dieser demnächst noch einmal zwischen Architekten und Händlern stattfinden soll.

 

 

Marktstände müssen abgerissen werden

 

Bereits vor vier Jahren hatte eine Untersuchung des TÜV Rheinlands ergeben, dass die Buden saniert werden müssen, von einem Abriss war jedoch nie die Rede. Für Bernd Plank vom Kommunalreferat ist eine Sanierung jedoch nicht zielführend, da die Buden am Wiener Platz weder die EU-Vorgaben beim Hygiene- und Brandschutz, noch beim Arbeits- und den Gesundheitsvorschriften erfüllen.

 

Wie lange der Umbau dauern soll und welche finanziellen Einbußen auf die Standbetreiber zukommen, steht bis jetzt noch nicht fest. Neben dem Wiener Platz, der zu den Markthallen München gehört, sollen auch die Lebensmittelmärkte am Elisabethplatz in Schwabing und am Pasinger Viktualienmarkt grundlegend saniert werden.

 

Rico Güttich

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