Di., 22.09.2015 , 15:01 Uhr

Wiesn-Zelte nicht als Notunterkunft - Alternative: Leichtbauhallen

Die Stadt München will die Wiesn-Bierzelte nach dem Oktoberfest nicht als Notunterkünfte für Flüchtlinge nutzen. Ein entsprechender Antrag wurde am Dienstag im Wirtschaftsausschuss des Stadtrates ohne Debatte einstimmig abgelehnt, wie ein Sprecher mitteilte.

 

Eine Alternative könne aber sein, auf der Theresienwiese nach dem Volksfest Leichtbauhallen aufzubauen, heißt es in dem Beschluss. Dies sei aus Sicht der Zeltbaufirmen sinnvoller und wirtschaftlicher. Derartige Hallen seien winterfest und wesentlich besser und kostengünstiger beheizbar.

 

Die Bierzelte hingegen seien nicht für Schneelasten und für die kalte Jahreszeit geeignet. Eine Beheizung sei angesichts der Höhe kaum möglich. Die Böden seien nach dem Fest zudem so verdreckt, dass sie aus hygienischen Gründen vor einer Nutzung als Notquartier ausgetauscht oder aufwendig gereinigt werden müssten. In den Zelten gebe es zudem keine Waschräume. Erst vor einigen Tagen hatte der ehemalige Wiesn-Wirt Berni Luff von der Hühner- und Entenbraterei Poschner der Stadt sein Zelt für die Unterbringung von Flüchtlingen angeboten.

 

Die Fraktion Bürgerliche Mitte im Münchner Stadtrat hatte beantragt, eine zeitweise Übernahme der Oktoberfest-Zelte als Notquartier für Asylsuchende nach der Wiesn zu prüfen.

 

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Wiesn mal ganz anders – Die leeren Zelte auf dem Oktoberfest 

 

(dpa/lby)

 

 

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