Bulgaren und Rumänen finden Jobs in Bayern

Seit Jahresanfang steht ihnen der deutsche Arbeitsmarkt unbeschränkt offen – viele Rumänen und Bulgaren haben die Chance seitdem genutzt. Wer sich in Bayern niederließ, hat anscheinend auch rasch einen Job gefunden. Denn nur wenige landen hier in der Arbeitslosigkeit.

 

Nürnberg/München – Großstädte in Bayern sind – anders als etwa Duisburg, Dortmund und Offenbach – nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern bislang kaum von der sogenannten Armutsmigration aus Bulgarien und Rumänien betroffen. So seien im Juni etwa in München lediglich 7,8 Prozent der in der Stadt lebenden Bulgaren und Rumänen ohne Arbeit gewesen, obwohl dort besonders viele Südosteuropäer leben, geht aus einer Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die Quote habe sich seit dem Vorjahr kaum verändert.

Die bayerische Landeshauptstadt gehöre damit – neben Stuttgart und Karlsruhe – zu den deutschen Städten mit der niedrigsten Arbeitslosenquote in dieser Gruppe, berichteten die Nürnberger Arbeitsmarktforscher. Etwas größer ist der Anteil der arbeitslosen Bulgaren und Rumänen in Nürnberg, hier habe sie im Juni kaum verändert bei 10,1 Prozent gelegen. In Augsburg betrug sie leicht steigend 9,6 Prozent, berichtete das IAB.

 

Immer mehr Bulgaren und Rumänen in Deutschland

Obwohl München gemessen an der dort lebenden bulgarischen und rumänischen Bevölkerung nach Berlin bundesweit Platz zwei einnimmt, wächst die Zahl der Hartz-IV-Bezieher in München unterdurchschnittlich. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stieg ihre Zahl in der bayerischen Hauptstadt lediglich um 14,1 Prozent, berichtet das IAB. Dagegen nahm in diesem Zeitraum die Zahl der Hartz-IV-Bezieher in Duisburg um 67,1 Prozent, in Dortmund um 67,7 Prozent und in Hamburg um fast 50 Prozent zu.

Für Jobsucher aus den beiden südosteuropäischen Ländern waren am Jahresanfang die letzten Hürden gefallen. Sie brauchen künftig in Deutschland keine Arbeitserlaubnis mehr. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage in beiden Ländern war befürchtet worden, viele Bulgaren und Rumänien könnten mit einer Auswanderung nach Deutschland den Problemen in ihrer Heimat entfliehen. Seit Jahresbeginn ist nach IAB-Angaben die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen aus beiden Länder um 76 000 auf 490 000 gestiegen. Die damit verbundenen Probleme konzentrierten sich allerdings auf wenige Großstädte, betonte das IAB.

 

dpa/make

Das könnte Dich auch interessieren

Bild von Sebastian Ganso auf PixabayAnzeige18. Juni 2026 10:31Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichernDie bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller …18. Juni 2026 10:31Anzeige5. März 2026 10:48Die neue Ästhetik der Stille: Warum Münchens Top-Adressen auf biophiles Design setzenMünchen ist ein Epizentrum der Innovation, doch der Preis für den rasanten Fortschritt in Glas- und Betonarchitektur ist oft eine akustische und visuelle Überbelastung. In den exklusiven …5. März 2026 10:48Bild von Pexels auf PixabayAnzeige15. Dez. 2025 16:36Arbeit 4.0 in München: Warum dynamische Raumkonzepte der Schlüssel zum Erfolg sindDie traditionelle Vorstellung vom Arbeitsplatz – ein fester Schreibtisch in einem zentralen Büro, besetzt von neun bis fünf – erodiert zusehends. Angetrieben durch die Digitalisierung, einen …15. Dez. 2025 16:36Bild von Alexa auf PixabayAnzeige5. Okt. 2026 15:19Pferdehaltung im Münchner Umland: Worauf es bei einem wettergeschützten Platz auf der Weide ankommtEin Unterstand auf der Pferdeweide wird leicht auf seine sichtbarste Aufgabe reduziert: ein Dach gegen Regen und Sonne. Für die praktische Nutzung ist jedoch die Fläche unter und …5. Okt. 2026 15:19
expand_less