Mi., 29.07.2015 , 11:11 Uhr

Ab August 60 Euro Strafe für Schwarzfahren

Ab dem 1. August wird die Geldbuße für Schwarzfahren auf 60 Euro hochgesetzt. Der Anteil der Schwarzfahrer hat so zugenommen, dass die Defizite bei den Betreibern der öffentlichen Verkehrsmittel aufgefangen werden müssen, so die Begründung. 

 

Ab dem 1. August ist es soweit, das Schwarzfahren wird in München um 20 Euro teurer. Die nun 60 Euro sollen eine abschreckende Wirkung auf die Schwarzfahrer haben. In Zukunft sollen nun nicht mehr so viele Passagiere den öffentlichen Verkehr ausnutzen. Ein Grund der Erhöhung des Bußgeldes ist die Steigerung des Anteils der Fahrgäste ohne Ticket. Im Jahr 2014 lag sowohl bei der Deutschen Bahn, als auch bei der MVG, der Anteil der Schwarzfahrer bei drei Prozent. Der Einnahmeverlust durch das Erschleichen von Leistungen sei zu hoch.

 

Einen höheren Betrag als abschreckende Wirkung

 

Verbandspräsident Jürgen Fenske von dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zeigte sich erfreut über die Erhöhung und sprach davon, dass eine erhöhte Strafzahlung längst „überfällig“ sei.  Die abschreckende Wirkung von nur 40 Euro hatte die alte Strafzahlung längst eingebüßt. Ein Sprecher der MVG spricht von einem Schaden von über zehn Millionen Euro pro Jahr, der durch Schwarzfahrer entsteht. Diese Summe soll durch die neue Höhe des Bußgeldes zumindest etwas verringert werden. Die Erhöhung hat jedoch einen anderen Grund.

 

Ein Sprecher der Bahn sieht den Grund für die Erhöhung als Nutzen für die ehrlichen Fahrer. Es sei in deren Sinne, die Zahl der Schwarzfahrer zu reduzieren. Daher kommt es bereits seit Anfang des Jahres zu verstärkten Fahrgastkontrollen.

 

250 Millionen Euro gehen durch Schwarzfahrer deutschlandweit verloren

 

Doch die Erhöhung macht nicht alle Beteiligten glücklich. Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste, hätte eine Staffelung für sinnvoller erachtet. Besonders ein Modell, indem sich das Bußgeld steigert, wäre wünschenswert gewesen. Bei erstmaligen Schwarzfahren solle man eine Strafe von 20 Euro bezahlen müssen, beim zweiten Mal 40 Euro und beim dritten Mal 80 Euro, so sein Vorschlag.

 

Ehrliche Fahrgäste, denen ein Fehler unterläuft oder für auswärtige Fahrgäste, die sich im komplizierten Tarifsystem, bestehend aus Ringen, Zonen und Räumen nicht zurechtfinden, sind die Leidtragenden. Daher gibt sich Nagel verärgert: „Es ärgert uns maßlos wenn jemand, der immer brav sein Ticket gekauft hat und einmal etwas falsch macht, genauso behandelt wird wie jemand, der es darauf anlegt“.

 

Laut Angaben des VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) gehen den deutschen Nahverkehrs-Unternehmen 250 Millionen Euro Fahrgeldeinnahmen jährlich durch Schwarzfahrer verloren. 2003 erfolgte die letzte Erhöhung des Bußgeldes von 30 auf 40 Euro.
(jh)

Bahn deutsche Dieb MVG mvv schwarfahren schwarzfahrer Ticket U-Bahn vdv

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 SEO-Beratung für Münchner Unternehmen: Wie finden Münchner Unternehmen die richtige SEO-Beratung? Bezüglich der Gewinnung neuer Kunden für Unternehmen spielt die digitale Sichtbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. In einer wirtschaftsstarken Region wie München ist der Wettbewerb in vielen Branchen besonders intensiv. Eine Spitzenplatzierung in den Google-Suchergebnissen kann daher einen enorm wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung gehört zu den effektivsten Maßnahmen im Online-Marketing. Durch eine gezielte Optimierung 18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei