Di., 15.11.2016 , 13:25 Uhr

Drohne fliegt gegen Olympiaturm und trifft fast Familie

Ein paar Meter weiter und es hätte eine Familie treffen können: Eine Drohne flog am 30. Oktober gegen ein Fenster des Drehrestaurants im Münchner Olympiaturm und stürzte neben einer Familie zu Boden.

 

Die Anzeige wegen Gefährdung des Luftraums wurde letzte Woche aufgegeben: Wie die Polizei am Dienstag bekannt gab, hatte am Sonntag, den 30. Oktober, ein Drohnenpilot seine Drohne im Olympiapark fliegen lassen, als plötzlich ein Angestellter des Drehrestaurants bemerkte, dass die Drohne gegen die Außenscheibe flog.

 

Die knapp zwei Kilogramm schwere Drohne stürzte aus 181 Metern Höhe unkontrolliert zu Boden und prallte nur 5 bis 10 Meter neben einer Familie mit zwei Kindern auf. Weitere 400 Besucher sollen sich zu dem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe zum Olympiaturm befunden haben.

 

Der Pilot konnte samt der Drohne ausfindig gemacht werden. Die Verkehrspolizeiinspektion bearbeitet nun den Fall. Gegen den 36-jährigen Drohnenlenker wird unter anderem wegen Gefährdung im Luftverkehr ermittelt. Es könnte ihm im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren drohen. Auf dem Olympiagelände gilt ein Verbot für den Betrieb von motorisierten Flugmodellen.

 

Vermutlich wollte der 36-Jährige mit der Kamera Aufnahmen aus dem Inneren des Restaurants machen. Auf der Speicherkarte der Drohne waren zahlreiche Flüge über das Olympiagelände zu finden.

 

Zeugenaufruf:

Personen, insbesondere die Familie mit den beiden Kindern, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei dem Unfallkommando der Polizei, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel. 089/621-33220, oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

 

kp

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