Mi., 29.07.2015 , 17:21 Uhr

Hakenkreuze an Asylbewerber-Wohncontainer geschmiert

Unbekannte Täter haben einen Wohncontainer von Asylbewerbern in Erding mit Farbe beschmiert. Die Schmierereien sind von rechtsradikaler Natur und zeigen ein Hakenkreuz so wie den Namen „Hitler“. Die Polizei ermittelt und hofft auf sachdienliche Hinweise.

 

Erding – Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mehrere rechtsradikale Symbole an einen Wohncontainer gesprüht. Der Wohncontainer dient als Unterkunft für Asylbewerber. Er stehen in der Langen Feldstraße in Altenerding.

 

Die Wohncontainer für Flüchtlinge wurden mit „rechten Symbolen“ beschmiert, wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern berichtet. Die Täter zeichneten mit schwarzer Lackfarbe, metergroße Buchstaben an die Wand. Die Buchstaben ergaben den Namen „Hitler“. Am selben Container, an der Seitenwand der Unterkunft, fand sich auch noch ein Hakenkreuz.

 

An der Tatörtlichkeit führt eine viel genutzte Anliegerstraße vorbei, des Weiteren grenzt die Straße an eine größere Wohnanlage, weshalb die Polizei auf sachdienliche Hinweise hofft. Das Kommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizei Erding ermittelt derweilen zur Klärung der offensichtlich politisch motivierten Straftat

 

Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Fahrzeugen und Personen werden unter der Tel. 08122-968-0 entgegengenommen.

 

 

Zweiter Anschlag in kürzester Zeit

 

In Reichertshofen im Kreis Pfaffenhoffen an der Ilm hat es in der Nacht zum Donnerstag (16. Juli) einen Brandanschlag auf ein künftiges Asylbewerberheim gegeben. Unbekannte zündeten das Gebäude an, in dem 67 Asylbewerber untergebracht werden sollten. Von den mutmaßlichen Brandstiftern fehlte nach Polizeiangaben zunächst jede Spur, eine Sonderkommission wurde gegründet. Außerdem wurden Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes in München in die Ermittlungen eingebunden. Ein Nachbar hatte die Einsatzkräfte alarmiert, als er das Feuer in dem leerstehenden Gasthaus in Reichertshofen entdeckte.

 

Bayerns Innenminister Herrmann erläuterte am Rande der Landtagssitzung in München, in der heftig um die künftige Asylpolitik gestritten wurde, warum die Polizei von Brandstiftung ausgeht: In einem früher als Diskothek genutzten Nebengebäude seien zwei Brandherde festgestellt worden. „Wenn es zwei Brandherde gibt, ist das ein deutlicher Hinweis auf Brandstiftung.“

 

 

(pol)

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