Mi., 23.11.2016 , 17:11 Uhr

Mehr Studenten in Bayern - schlechterer Betreuungsschlüssel

Die Studentenzahl in Bayern steigt immer weiter. In den vergangenen Jahren hat sie um fast die Hälfte zugenommen – und das hat nicht nur positive Folgen.

 

Zum begonnenen Wintersemester 2016/17 ist die Zahl der Studenten an Bayerns Hochschulen auf knapp 381 000 gestiegen. Wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Fürth mitteilte, betrug der Zuwachs an Universitäten und Fachhochschulen je rund ein Prozent. Unter ihnen waren fast genauso viele Frauen wie Männer – die Frauenquote lag bei 49,8 Prozent. Die Zahl der Studenten habe in den vergangenen zehn Jahren um fast die Hälfte zugenommen.

 

Besonders beliebt war den Angaben zufolge die Fachhochschule für Verwaltung und Recht in München, die angehende Beamte im öffentlichen Dienst ausbildet. Sie verzeichnete fast zehn Prozent mehr Studenten. Sinkende Studentenzahlen gab es hingegen an den bayerischen Kunsthochschulen – dort studierten 1,3 Prozent weniger Menschen.

 

Der Anstieg hat aber auch zur Folge, dass Hochschulprofessoren in Bayern immer mehr Studenten betreuen müssen. 2010 kamen auf einen Professor noch 59,1 Studenten, 2014 waren es schon 68,3, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Das bedeutet eine Steigerung von 15,6 Prozent.

 

Nur in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurde der Betreuungsschlüssel in dem Zeitraum noch schlechter. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen wurde er dagegen in den vier Jahren besser.

 

Die bundesweit schlechteste Betreuungsquote hat Nordrhein-Westfalen mit 86,8 Studenten pro Professor (ohne die Fern-Uni Hagen), gefolgt von Rheinland-Pfalz (77,2), Hessen (76,6) und Brandenburg (69,1). Bayern hat mit 68,3 die fünftschlechteste Betreuungsquote; der Bundesdurchschnitt liegt bei 71,9 Studenten pro Professor.

 

dpa

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