Di., 04.11.2014 , 14:26 Uhr

München: Regierung gibt bei Flüchtlingsunterbringung vorläufig Entwarnung

Flüchtlinge, die in Zelten schlafen müssen – derlei Bilder soll es aus Bayern nicht mehr geben. Die Staatsregierung gibt nun erstmal Entwarnung. Doch nächsten Sommer könnte es wieder ernster werden.

 

Nach teilweise chaotischen Wochen bei der Flüchtlingsunterbringung im Freistaat gibt die Staatsregierung vorläufig Entwarnung. Die Situation habe sich in den vergangenen Wochen wesentlich verbessert, sagte Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München – und sprach von einer gewissen Entspannung. Ein Grund ist demnach, dass derzeit weniger Flüchtlinge nach Bayern kommen, „wahrscheinlich witterungsbedingt“, sagte Huber. Andererseits habe sich bei der Unterbringung vieles getan, und auch die Weitervermittlung der Flüchtlinge in andere Bundesländer gehe inzwischen schneller.

 

Mittlerweile steht auch der sogenannte Winternotfallplan: Die 96 Landkreise und kreisfreien Städte meldeten insgesamt mehr als 20 000 Plätze, die im Winter im Ernstfall schnell bereitgestellt werden können: in Hallen, Jugendherbergen, Feriendörfern und anderen Gebäuden. Huber betonte allerdings: „Wir gehen nicht davon aus, dass all diese Notunterkünfte in Anspruch genommen werden müssen.“

 

 

Nächstes Jahr könnte sich die Lage wieder verschärfen

 

Der Krisenstab der Staatsregierung tagt inzwischen auch nicht mehr täglich. „Wir treffen uns, so oft es notwendig ist“, betonte Huber. Die „Krisenthemen“ seien allerdings abgearbeitet, deshalb müssten sich die Spitzen der Verwaltungen nun nicht mehr täglich treffen.

 

Die Staatsregierung fürchtet aber, dass sich die Lage nächstes Jahr wieder verschärfen könnte. Möglicherweise werde es im nächsten Sommer eine „noch größere Welle“ geben, sagte Huber. Deshalb sei eines der Hauptziele, die in allen Regierungsbezirken geplanten regulären Erstaufnahmeeinrichtungen nun möglichst rasch fertigzustellen.

 

RG / dpa

Bayern Bayernkaserne Flüchtlinge muenchen Unterbringung zahlen

Das könnte Dich auch interessieren

18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei 16.09.2026 Langzeitpraktikant*in Redaktion in Vollzeit 40h/Woche 09.09.2026 Sommer-Staycation in Bayern 2027. Warum die Airbnb-Geschenkkarte zum flexiblen Reisegutschein wird Der späte Start hat einen Vorteil, den viele erst auf den zweiten Blick sehen. Während in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Ende August die Schule wieder läuft, haben bayerische Familien noch zwei volle Ferienwochen vor sich. Wer diese zweite Hälfte nutzt, findet an Chiemsee, Tegernsee oder Bodensee spürbar mehr Ruhe und häufig auch günstigere Unterkünfte als im 04.09.2026 B2B-Marketing zur Wiesn: Wie Unternehmen das Oktoberfest 2026 strategisch nutzen Der September 2026 steht in München und weit über die Stadtgrenzen hinaus wieder ganz im Zeichen der bayerischen Tradition. Für Unternehmen bietet diese Zeit eine hervorragende Gelegenheit, Geschäftsbeziehungen abseits des klassischen Büroalltags zu pflegen und zu vertiefen. Das größte Volksfest der Welt ist nicht nur ein kulturelles Ereignis, sondern ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und ein idealer