Di., 03.05.2016 , 09:47 Uhr

Neugeborenes in Flughafen-Klo zurückgelassen - Mutter vor Gericht

Der Fall hatte im vergangenen Sommer für Aufsehen gesorgt. Auf der Toilette des Flughafens München brachte eine Frau ein Mädchen zur Welt und versuchte dann, es zu töten. Nun steht die Frau vor Gericht.

 

Landshut – Auf der Toilette des Flughafens München soll eine Frau ein Baby geboren und zu töten versucht haben. Wegen versuchten Totschlags muss sich die 24-Jährige aus Heidenheim (Baden-Württemberg) deshalb von Dienstag (9.00 Uhr) an vor dem Landgericht Landshut verantworten.

 

Laut Anklage hatte die Frau Ende Juli auf einem WC ein lebensfähiges Mädchen geboren. Anschließend soll sie das Neugeborene mit der Nabelschnur stranguliert, in das Toilettenbecken gestopft und gespült haben.

 

Gut eine halbe Stunde später hatte eine Frau das leblose Baby entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert. In einer Münchner Kinderklinik konnte das Mädchen, das mit einer Körpertemperatur von 26 Grad eingeliefert wurde, gerettet werden. Das Gericht hat insgesamt fünf Verhandlungstermine angesetzt. Das Urteil wird Anfang Juni erwartet.

 

(dpa/lby)

Bundespolizei Findelkind Flughafen Landgericht Landshut

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