Di., 03.05.2016 , 12:08 Uhr

OB Reiter will gegen Pegida-Demonstrationen vorgehen

Oberbürgermeister Dieter Reiter kündigt eine juristische Offensive gegen den Umfang der Pegida-Demonstrationen in München an. Trotz vor Gericht gescheiterter Anläufe, möchte die Stadt keinen Versuch unterlassen, dagegen vorzugehen.

 

 

Auch Grundrechte haben Grenzen – und zwar dort wo „es andere Grundrechte beeinträchtigt“, macht Oberbürgermeister Dieter Reiter in einem SZ-Interview klar und kündigt eine juristische Offensive gegen „Umfang und Regelmäßigkeit“ der Pegida-Demonstrationen an.

 

Derzeit ist es der Pegida erlaubt einen Stand am Marienplatz zu unterhalten und uneingeschränkt ihrer Meinung lautstark kundzutun. Dies geschieht aktuell täglich und über Stunden mit lauten Muezzin-Rufen; dem Ausruf, der in der arabischen Welt die Funktion hat, die Menschen fünfmal täglich ans Beten zu erinnern. Außerdem darf die politische Gruppierung jeden Montag einen Marsch durch die Innenstadt veranstalten. Diese gehen oft mit rechtsradikalen Äußerungen einher und führen zu Absperrungen in Teilen Münchens.

 

#KVR in #München regelt Demos von #Pegida neu. Grund:Beeinträchtigung von Geschäften u.Passanten u.a.jeden Montag pic.twitter.com/qVFLbpJcnH

— münchen.tv Polizei (@muctvpolizei) 3. Mai 2016

 

Reiter habe Kreisverwaltungsreferent Dr. Wilfried Blume-Beyerle darin ermuntert, die rechtlichen Möglichkeiten trotz bereits missglückter Versuche, auszuschöpfen. Im schlimmsten Fall müsse vor Gericht entschieden werden, in welchem Umfang solche Beschallungen über Stunden durch das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit abgedeckt seien oder ob „es nicht einmal am Anfang reicht“, so Reiter.

 

Angesichts immer martialischerer Auftritte und der immer deutlicher werdenden rechtsradikalen Prägung sei eine juristische Neubewertung der Situation auch laut dem stellvertretenden SPD- Fraktionsvorsitzenden Christian Vorländer notwendig. CSU-Stadtrat Marian Offman spricht ebenfalls von einer inakzeptablen Verunglimpfung einer Religion durch die Pegida. Zu prüfen sind außerdem die bisherigen Zeiten und Routen der Montagsmärsche.

 

Folgende Regelungen soll ab 9. Mai gelten:

 

 

 

In jüngster Vergangenheit hatten sich auch einige Geschäftsleute und Ladenbesitzer zum Thema geäußert. Sie haben langsam aber sicher die Nase voll. Die wöchentlich stattfindenden Demonstrationen in der Innenstadt würden ihnen das Geschäft kaputt machen.

 

 

Weitere Informationen zur neuen Strategie will Dr. Blume-Beyerle an diesem Dienstag vorstellen.

Demonstrationen Dieter Reiter Dr. Blume-Beyelere Grundrecht Innenstadt KVR Meinungsfreiheit München OB Reiter Pegida Versammlung Versammlungsfreiheit

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 09.04.2026 Die schönsten Camperrouten rund um München für ein Wochenende München liegt in einer Region, die wie geschaffen ist für kurze Roadtrips mit dem Camper. Innerhalb weniger Stunden erreicht man Seen, Alpenpässe und kleine Orte mit traditioneller Architektur. Genau deshalb entscheiden sich immer mehr Reisende dafür, das Wochenende im eigenen Tempo zu verbringen und spontan neue Orte zu entdecken. Wer einmal mit dem Camper unterwegs 18.12.2025 Zahngold verkaufen in München: So holen Sie das Beste aus alten Kronen und Brücken heraus Viele Menschen haben zu Hause noch kleine Döschen mit alten Kronen, Brücken oder Inlays liegen – entweder vom letzten Zahnarztbesuch oder von den Eltern und Großeltern. Was häufig nicht beachtet wird: dass darin ein beachtlicher Wert stecken kann. Zahngold besteht in der Regel aus hochwertigen Edelmetall-Legierungen und kann – richtig verkauft – einen unerwarteten Geldbetrag 13.08.2025 Münchener Klischees widerlegt: Diese 3 Dinge stimmen einfach nicht! Klischee #1: München ist teuer Unbestritten führt München die Liste der teuren Städte in Deutschland an, vor allem wenn es um Wohnungen in der Altstadt, im Lehel oder in Schwabing geht. Quadratmeterpreise von 20 oder 30 Euro sind dort keine Ausnahme, sondern bittere Realität. Doch wer glaubt, das gesamte Stadtgebiet schwimme in einem Ozean aus