Mi., 09.01.2019 , 11:31 Uhr

Winter sorgt für Verkehrsbehinderungen - 350 Menschen sitzen bei Berchtesgaden fest

Der Schnee hält München, sowie weite Teile Bayerns weiter fest in der Hand. Vor allem an den Alpen soll es weiter schneien. Wintersportler profitieren kaum – für viele Schüler gibt es schneefrei. Es kommt zu Zugausfällen und langen Staus.

 

 

Zweithöchste Lawinenwarnstufe in Bayern

Wegen des starken Schneefalls gilt in den bayerischen Alpen jetzt die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Die Behörden warnten am Mittwoch vor einer großen Gefahr von Abgängen. Der massenhafte Neuschnee werde durch den starken Wind verfrachtet und habe keine Bindung zur alten Schneedecke, erklärte die Lawinenwarnzentrale in München. Skifahrer könnten an nicht präparierten Hängen sehr leicht Schneebretter auslösen. Auch in den kommenden Tagen bleibe die Lawinengefahr hoch.

 

350 Menschen sitzen bei Berchtesgaden fest

Nach starkem Schneefall sitzen bei Berchtesgaden rund 350 Menschen fest und müssen per Lastwagen mit Lebensmitteln versorgt werden. Die einzige Straße zum Ortsteil Buchenhöhe in der Nähe des Obersalzbergs sei bis auf weiteres gesperrt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Berchtesgadener Land am Mittwoch. Am Vormittag sei damit begonnen worden, die Strecke zu räumen. Mehrere Bäume drohten unter der schweren Schneelast umzustürzen und sollten gefällt werden. Nur Einsatzkräfte konnten die eingeschneiten Bewohner über die Straße erreichen.

Auch die Menschen in der oberbayerischen Gemeinde Jachenau (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) sind auf Lebensmittellieferungen angewiesen, weil die Zufahrtsstraße gesperrt ist. Bewohner und Rettungskräfte können das Dorf aber über eine kleine Forststraße erreichen.

 

20 Kilometer Stau auf der A9

Bei Schneefall sind Autofahrer am Mittwochmorgen auf der Autobahn 9 im Norden Münchens mehr als 20 Kilometer im Stau gestanden. Nach Angaben des ADAC lag der Zeitverlust im Berufsverkehr bei fast einer Stunde. Die Fahrzeuge stauten sich von Pfaffenhofen an der Ilm bis zum Autobahnkreuz München-Nord in Fahrtrichtung München. Auch auf den anderen Fernstraßen nach München bildeten sich Staus. In den Morgenstunden hatte es in der bayerischen Landeshauptstadt nach Tauwetter wieder angefangen zu schneien. Bei Busse und Bahnen in der Region kam es zu Beeinträchtigungen.

 

Chaos im Münchner Berufsverkehr

Im morgendlichen Berufsverkehr hat der starke Schneefall am Mittwoch für Beeinträchtigungen beim städtischen Busverkehr in München gesorgt. Bei allen Linien sei mit Verspätungen und vereinzelten Ausfällen zu rechnen, erklärte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Fahrgäste müssten längere Reisezeiten einplanen. Am Morgen hatte es in der Landeshauptstadt nach Tauwetter wieder zu schneien begonnen.

 

Zugausfälle in und um München

Technische Störungen haben am Mittwochmorgen den Zugverkehr zum Münchner Flughafen für mehr als eineinhalb Stunden lahmgelegt. Davon seien die S-Bahnen der Linien 1 und 8 sowie die zum Airport fahrenden Regionalzüge betroffen gewesen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Morgen in Berlin. Demnach sei der Betrieb eines Stellwerks und eines Bahnübergangs gestört gewesen. Die Fahrgäste mussten zeitweise auf Taxis umsteigen. Die Störung trat demnach kurz vor 5 Uhr auf und war gegen 6:45 Uhr wieder behoben.

Bei der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) fielen wegen des winterlichen Wetters auf den Strecken südlich von München einige Verbindungen aus.

 

Unterrichtsausfälle in vielen Teilen Bayerns

Am Mittwoch vermeldeten die Behörden Unterrichtsausfälle an weiteren Schulen. Im Berchtesgadener Land, im Ostallgäu, in Teilen des Landkreises Deggendorf, den Kreisen Regen und Freyung-Grafenau sowie in manchen Gemeinden des Landkreises Passau sollen die Schüler demnach am Mittwoch zuhause bleiben. In den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein und dem Unterallgäu sowie im schwäbischen Memmingen fällt der Unterricht bis Freitag aus. Hintergrund der Unterrichtsausfälle sind teils ergiebige Schneefälle, die für die kommenden Tage vorhergesagt sind. Die Schneemassen hatten die Räumdienste schon zum Beginn der Woche vor erhebliche Probleme gestellt. Im oberbayerischen Landkreis Miesbach besteht Katastrophenalarm.

 

Gefahr herabfallender Äste

Das Forstministerium warnte vor Bäumen, die unter der Last des oftmals nassen Schnees jederzeit umkippen oder abbrechen können. Vor allem im Süden und Südosten Bayerns solle man sich möglichst nicht im Wald aufhalten und unter Bäumen generell vorsichtig sein, hieß es. In den kommenden Tagen steige das Risiko noch einmal gravierend, dass selbst gesunde Bäume die Last nicht mehr tragen könnten. Mit einer Entspannung sei erst zu rechnen, wenn der Schnee von den Ästen abgetaut sei.

 

 

dpa

Asufälle Bayern Schnee Stau Unterricht Verkehr Winter

Das könnte Dich auch interessieren

18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei 21.07.2026 Finanzierungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen: Ein Wegweiser für den bayerischen Mittelstand Wer ein kleines oder mittleres Unternehmen führt, kennt die Herausforderung: Wachstum kostet Geld, und das Kapital ist selten genau dann verfügbar, wenn man es braucht. Ob neue Maschinen, zusätzliche Mitarbeiter oder die Erschließung neuer Märkte – die Finanzierungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen sind heute deutlich vielfältiger als noch vor zehn Jahren. Neben dem klassischen 20.07.2026 Der erste Kontaktpunkt entscheidet – warum Zufahrtsmanagement zunehmend zum Wettbewerbsfaktor wird In vielen Unternehmen wurde die Zufahrt zum Betriebsgelände lange Zeit als rein technisches Element betrachtet: Kontrollpunkt, Tor, Zaun, Wachposten. In der Praxis beginnt jedoch genau an dieser Stelle sehr häufig der eigentliche operative Prozess eines Unternehmens. Hier treffen Lieferanten, Fahrer, Subunternehmer, Mitarbeitende, Gäste, Servicedienstleister und externer Transport aufeinander. Hier entstehen erste Verzögerungen, Warteschlangen, organisatorische Missverständnisse 16.07.2026 Wie ein Zauberer Events in München unvergesslich macht Genau an dieser Stelle setzen innovative Eventplaner auf ein Entertainment, das den klassischen Rahmen sprengt und für echten, unzensierten Gesprächsstoff sorgt. Ein professioneller Zauberkünstler München bringt genau die richtige Mischung aus ungläubigem Staunen, feinsinnigem Humor und einem Hauch Exklusivität mit, die aus einer gewöhnlichen Zusammenkunft ein unvergessliches Highlight macht. Wenn die Logik für ein paar