Mo., 28.08.2017 , 10:01 Uhr

Ein Jahr nach Münchner Amoklauf kommt Waffenhändler vor Gericht

Vor einem Jahr erschoss ein 18-Jähriger neun Menschen vor dem Münchner Olympia-Einkaufszentrum. Nun beginnt die juristische Aufarbeitung: Der mutmaßliche Waffenverkäufer steht vor Gericht.

 

Gut ein Jahr nach dem Amoklauf in München mit neun Todesopfern muss sich ab Montag der mutmaßliche Verkäufer der Tatwaffe vor dem Landgericht München I verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 32-jährigen Philipp K. unter anderem fahrlässige Tötung in neun Fällen und illegalen Waffenhandel vor.

 

Am 22. Juli 2016 hatte der 18-jährige David S. am Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) neun Menschen erschossen und fünf weitere verletzt, ehe er sich selbst tötete. Seine Opfer waren fast durchweg junge Leute mit Migrationshintergrund.

 

Waffenübergabe fand angeblich in Marburg statt

 

Die Pistole Glock 17 und mindestens 450 Schuss Munition hatte der psychisch kranke Schüler über das sogenannte Darknet besorgt, einen verschlüsselten Teil des Internets. Über diese Plattform sollen S. und K. zwei Treffen zur Übergabe von Waffe und Munition in Marburg vereinbart haben. Eine entscheidende Frage in dem Verfahren wird sein, ob K. dabei etwas über die Pläne von S. erfuhr.

 

Anders Breivik: Vorbild für Amoklauf am OEZ

 

David S. hegte Sympathien für nationalsozialistische Ideen und den rechtsextremen norwegischen Massenmörder Anders Breivik. Er wählte für seinen Amoklauf den fünften Jahrestag von dessen Tat. Philipp K. wiederum soll in Chats gegen Ausländer gehetzt und mit «Heil Hitler» gegrüßt haben. Beiden scheint eine rechte Gesinnung gemein gewesen zu sein.

 

Zu dem Prozess sind 15 Angehörige von Opfern und Verletzte von damals als Nebenkläger zugelassen. Für das Verfahren sind zunächst bis zum 19. September zehn Verhandlungstage angesetzt.

 

Philipp K. als Waffenhändler polizeibekannt

 

Philipp K. war im August 2016 in Marburg festgenommen worden. Die Ermittler waren ihm im Zusammenhang mit anderen Waffengeschäften auf die Spur gekommen. Die Staatsanwaltschaft legt ihm neben dem Verkauf der Waffe an David S. weitere Verstöße gegen das Waffengesetz sowie gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Er soll auch mit einem großkalibrigen Gewehr gehandelt haben, das als Kriegswaffe gilt.

mhz/dpa

Amok Amoklauf David S. Festnahme Gericht München münchen.tv OEZ olympia-einkaufszentrum Waffenhändler

Das könnte Dich auch interessieren

13.05.2026 Mein Körper, meine Entscheidung: Warum Schönheits-OPs kein Tabu mehr sind Ästhetische Eingriffe werden heute deutlich offener thematisiert als noch vor einigen Jahren. Was früher häufig hinter verschlossenen Türen blieb, ist inzwischen Teil öffentlicher Gespräche geworden – ob in sozialen Medien, Podcasts oder persönlichen Erfahrungsberichten. Parallel dazu verändert sich auch die ästhetische Medizin selbst: Viele Menschen wünschen sich heute keine möglichst auffälligen Veränderungen mehr, sondern natürliche 22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 09.04.2026 Die schönsten Camperrouten rund um München für ein Wochenende München liegt in einer Region, die wie geschaffen ist für kurze Roadtrips mit dem Camper. Innerhalb weniger Stunden erreicht man Seen, Alpenpässe und kleine Orte mit traditioneller Architektur. Genau deshalb entscheiden sich immer mehr Reisende dafür, das Wochenende im eigenen Tempo zu verbringen und spontan neue Orte zu entdecken. Wer einmal mit dem Camper unterwegs 18.12.2025 Zahngold verkaufen in München: So holen Sie das Beste aus alten Kronen und Brücken heraus Viele Menschen haben zu Hause noch kleine Döschen mit alten Kronen, Brücken oder Inlays liegen – entweder vom letzten Zahnarztbesuch oder von den Eltern und Großeltern. Was häufig nicht beachtet wird: dass darin ein beachtlicher Wert stecken kann. Zahngold besteht in der Regel aus hochwertigen Edelmetall-Legierungen und kann – richtig verkauft – einen unerwarteten Geldbetrag