Di., 22.07.2014 , 11:44 Uhr

FC Bayern: Lewandowski fühlt sich noch nicht als echter Bayer

Zwei Wochen in München und ein Freundschafts-Kick in einer Bayern-Rumpftruppe reichen Robert Lewandowski noch nicht – Premierentreffer hin oder her. Nach dem 1:1 (0:0) im Benefizspiel des Fußball-Rekordmeisters beim MSV Duisburg sehnt der Neuzugang bereits die ersten Pflichtpartien herbei. «Das war nur ein Test. Als echter Bayern-Spieler fühle ich mich erst nach dem Supercup oder dem Ligastart», sagte der Stürmerstar.

An den Polen im neuen, blau-rot-gestreiften Bayern-Trikot muss sich manch ein Fußballfan erst gewöhnen – seine Klasse vor dem Tor scheint der 25-Jährige nicht in Dortmund gelassen zu haben. Technisch perfekt verwertete der Ex-Borusse in der 62. Minute eine Flanke von Rafinha zur Führung. „Ich bin zufrieden, dass ich das Tor geschossen habe, aber trotzdem gab es nur ein Unentschieden“, bemerkte der Stürmer.

Dass gegen den klammen Drittligisten aus Duisburg, den das Match gegen den Double-Champion dank 24 126 Zuschauern rund 300 000 Euro in die Kassen spülte, noch längst nicht alles klappte wie gewünscht – störte nicht sonderlich. „Es ist immer schwierig, wenn nur so wenige Spieler dabei sind – aber das ist ganz normal“, meinte Lewandoswki.

Weil zum Beispiel die deutschen Weltmeister, der Niederländer Arjen Robben und Brasiliens Dante noch im Urlaub sowie Franck Ribéry im Aufbautraining sind, standen außer Lewandowski und Rafinha nur David Alaba und Neuzugang Juan Bernat als mögliche Stammspieler im Kader. Auch der lange verletzte Holger Badstuber könnte dazugehören, führte das Team von Coach Pep Guardiola im zweiten Testspiel nacheinander als Kapitän aufs Feld.

In den kommenden Tests und der PR-Reise in die USA geht es für die Bayern nun darum, sich trotz des Fehlens etlicher Leistungsträger optimal auf den Saisonstart vorzubereiten. Da können Guardiola und Sportvorstand Matthias Sammer schon ins Grübeln kommen.

„Wir müssen gut aufpassen auf die, die da sind, und sie nicht durch alles durchjagen“, warnte Sammer, „wir müssen sehr gut steuern und dosieren“. Die meisten WM-Fahrer werden erst bei der Nordamerika-Tour vom 30. Juli bis 7. August zum Team stoßen – am 13. August steht für den Meister und Pokalsieger schon der Supercup in Dortmund an. Von einem vernünftigen Aufbau «kann da nicht die Rede sein», klagte Sammer.

Sollte es erforderlich sein, will Sammer nachjustieren – was genau das heißt, verriet er nicht. Nur einem Transfergerücht trat er entschieden entgegen. Dass sich die Bayern um den Kolumbianer Juan Cuadrado bemühten, für den der AC Florenz angeblich 40 Millionen Euro Ablöse verlangt, bezeichnete er als „völligen Blödsinn“.

dpa

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