Di., 24.06.2014 , 10:50 Uhr

München: Prozess gegen Ecclestone geht nach drei Wochen Pause weiter

Nach knapp drei Wochen Pause wird der Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone am Dienstag (9.00) fortgesetzt.

 

Als Zeugin vor dem Landgericht München ist erneut eine Mitarbeiterin des ehemaligen Bankvorstandes Gerhard Gribkowsky geladen. Sie war bereits Anfang des Monats stundenlang zu den Umständen des Formel-1-Verkaufs im Jahr 2006 befragt worden. Es blieben aber noch Fragen offen, so dass sie nochmals kommen soll.

 

Bestechung aus Angst?

 

Ecclestone muss sich seit Ende April vor Gericht verantworten, weil er dem Banker Gribkowsky beim Besitzerwechsel der Rennserie vor acht Jahren 44 Millionen Dollar gezahlt hat. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich um Bestechungsgeld handelte. Laut Anklage wollte Ecclestone erreichen, dass Gribkowsky die Formel-1-Mehrheit, die damals noch der Bayerischen Landesbank gehörte, an seinen Wunschkäufer CVC verkauft und er Chef bleiben durfte.

 

Der 83-jährige hatte erklärt, er habe sich von dem Banker bedroht gefühlt und ihm aus Angst vor einer Anzeige bei den Steuerbehörden das Geld gezahlt. Der Brite musste an allen bislang elf Verhandlungstagen persönlich nach München kommen. Ein rasches Ende im Prozess ist nicht in Sicht. Das Gericht hat bereits Zeugen bis Anfang August geladen.

 

RG / dpa

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