Mi., 19.11.2014 , 13:16 Uhr

Peking: Seehofers China-Besuch beginnt mit kleinem Zwischenfall

Der Chinabesuch von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat in Peking mit einem kleinen Zwischenfall begonnen. Bei einem Kamera- und Fototermin vor dem „Tor des Himmlischen Friedens“ schritt die Polizei am Mittwoch ein.

 

Sie verhinderte ein Seehofer-Interview mit Kamerateams des Bayerischen Fernsehens und der Staatskanzlei.

Der Grund: Die Kameraleute hatten keine Genehmigung für Tonaufnahmen, wie ein Polizist sagte. Ein weiterer Polizist erklärte, die maximal erlaubten zwei Minuten Drehzeit seien überschritten. Als sich schaulustige Chinesen um die Seehofer-Delegation versammelten, räumten die Sicherheitskräfte in Windeseile den Platz.

 

Die Polizisten nahmen auch einem unbeteiligten Chinesen das Handy weg, weil er die Szene aufgenommen hatte. Das Fernsehinterview mit Seehofer fand dann an anderer Stelle statt – außer Sichtweite der Bevölkerung im Innenhof des nahe gelegenen Kulturpalasts des arbeitenden Volks.

 

#Seehofer will für den Standort #Bayern werben und chinesische Unternehmen einladen, in Bayern zu investieren. http://t.co/a8rpjrBi07

— CSU (@CSU) 17. November 2014

 

Den ersten Minister der chinesischen Zentralregierung trifft Seehofer am Donnerstag. Vereinbart ist ein Gespräch mit Wissenschaftsminister Wan Gang. Hauptzweck der Reise ist jedoch die Förderung der Wirtschaftsbeziehungen. Seehofer wird am Donnerstag in die südchinesische Provinz Guangdong weiterreisen, neben Schanghai die wirtschaftlich stärkste Region des Landes. Der frühere Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hatte vor zehn Jahren eine Partnerschaft vereinbart, nun will Seehofer am Samstag eine offizielle bayerische Vertretung eröffnen. Anschließend geht es zurück nach Peking. Am Montag will Seehofer Regierungschef Li Keqiang treffen, bevor es nach München zurückgeht.

 

RG /dpa

china Horst Seehofer Kamera Polizei Reise termine Wirtschaft

Das könnte Dich auch interessieren

08.03.2026 Alles zur Kommunalwahl auf münchen.tv Die Kommunalwahl in München am 8. März 2026 entscheidet darüber, wer künftig im Rathaus und in den Bezirksausschüssen die Richtung für unsere Stadt vorgibt. Auf unserer Seite zur Wahl finden Sie einen interaktiven München‑O‑Mat, mit dem Sie Ihre eigenen Positionen mit den Programmen der antretenden Parteien und Wählergruppen vergleichen können – einfach Thesen beantworten, Parteien 06.03.2026 Dauerhafte Haarentfernung im Realitätscheck: Was Ergebnisse wirklich stabil hält 05.03.2026 Medizinisches Cannabis in München: Wenn aus einer Debatte Lebensqualität wird Doch es herrscht auch Klärungsbedarf. Cannabis ist in den Köpfen vieler noch immer ein Lifestyle-Produkt, doch die Realität in den Münchner Praxen sieht anders aus. Hier geht es nicht um Trends, sondern um Schmerzlinderung, um die Rückkehr in den Alltag und um die Verantwortung, die eine moderne Therapie mit sich bringt.   Ein Medikament auf 05.03.2026 Die neue Ästhetik der Stille: Warum Münchens Top-Adressen auf biophiles Design setzen