Mo., 27.03.2017 , 11:33 Uhr

Saarland-Wahl: Horst Seehofer ist hoffnungvoll

Der Schulz-Effekt hat dann doch nicht gereicht: Die SPD musste sich bei der Landtagswahl im Saarland gegen die CDU geschlagen geben. Doch die SPD-Niederlage stimmt die CSU hoffnungsfroh für die Bundestagswahl im Herbst.

 

CSU-Chef Horst Seehofer sieht nach dem Erfolg der CDU bei der saarländischen Landtagswahl den Abwärtstrend der Union beendet. „Die SPD ist überzeichnet worden, Schulz ist überzeichnet worden“, sagte Seehofer am Sonntagabend. „Der Rutschbahneffekt nach unten ist gestoppt.“ Es sei ein verdienter Erfolg für Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

 

Seehofer wertete das Ergebnis im Saarland auch als Bestätigung seines Kurses: „Der Wahlausgang zeigt auch, dass es die richtige Strategie ist, sich klar zur Kanzlerin zu bekennen.“ Seehofer hat vor Wochen die Kritik an Kanzlerin Angela Merkels Flüchtlingspolitik weitgehend eingestellt – was in Teilen der CSU Enttäuschung ausgelöst hatte. „Alle Aussagen von den anderen Strategen sind falsch“, sagte Seehofer dazu.

 

Aus dem Erfolg im Saarland lasse sich nicht automatisch ableiten, dass auch die nächste Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai ein Erfolg für die Union werde, sagte der bayerische Ministerpräsident weiter. Seehofer will zur Unterstützung des CDU-Spitzenkandidaten Armin Laschet voraussichtlich auch selbst im NRW-Wahlkampf auftreten.

 

Auch andere CSU-Spitzenpolitiker nahmen die SPD-Niederlage erfreut zur Kenntnis genommen. Parteivize Manfred Weber und der bayerische Finanzminister Markus Söder werteten den Erfolg der CDU als Signal für die Bundestagswahl im September: „Kein Schulz-Effekt, sondern eine Schulz-Stagnation“, twitterte Weber am Sonntagabend kurz nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen. Ähnlich äußerte sich Söder: „Klar ist: Schulz zieht beim Wähler nicht und rot-rot schreckt ab.“

 

dpa/bn

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