Mo., 16.01.2017 , 15:08 Uhr

Winter lässt nicht locker - Bayern wird wieder zum Eis-Keller

Der Winter hat Bayern fest im Griff. Erst wirbelte Sturm „Egon“ den Freistaat gehörig durcheinander, dann setzte am Wochenende kräftiger Schneefall ein. Selbst Städte werden zu Winterlandschaften. Und verabschieden wird sich der Winter erst einmal nicht.

 

 

Mit Minus-Graden und viel Schnee bis ins Flachland hat der Winter in Bayern auch am Wochenende alle Register gezogen. Nach Abzug von Wintersturm „Egon“, der Feuerwehr und Polizei im Freistaat noch am Freitag hunderte Einsätze beschert hatte, beruhigte sich die Lage zwar wieder. Nachttemperaturen teilweise deutlich unter dem Gefrierpunkt und ergiebige Schneefälle sorgten aber weiter für winterliche Verhältnisse. In den bayerischen Alpen herrschte erhebliche Lawinengefahr. Bitterkalt mit Tiefstwerten im zweistelligen Minus-Bereich soll es in der neuen Woche werden.

 

Bereits in der Nacht zum Sonntag waren die Temperaturen wieder deutlich in den Keller gesackt, berichtete ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in München. Am kältesten war es demnach in Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald mit minus neun Grad. Sogar minus 21 Grad wurden auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, gemessen.

 

Auch in tieferen Lagen gab es verbreitet mächtigen Schnee-Zuwachs. In Oberstdorf im Allgäu wurden am Sonntagmorgen 59 Zentimeter Schnee registriert, das waren nach Angaben des Meteorologen mehr als 15 Zentimeter Neuschnee binnen 24 Stunden. In Zwiesel im Bayerischen Wald lagen 56 Zentimeter. Selbst in der Landeshauptstadt München wurden knapp zehn Zentimeter registriert – allemal ausreichend für eine ausgiebige Schneeballschlacht.

 

Oberhalb der Waldgrenze herrschte in den deutschen Alpen auch am Sonntag erhebliche Lawinengefahr und damit die dritthöchste der fünf Warnstufen. In tieferen Lagen stieg die Gefahr nach Angaben des Lawinenwarndienstes von gering auf mäßig an. Nach Angaben der Experten wird sich die Lage auch in den kommenden Tagen nicht wesentlich entspannen.

 

Nach den zahlreichen Störungen am Freitag durch Sturmtief „Egon“ ging es am Wochenende auf Bayerns Straßen weitgehend ruhig zu. Schneefall und winterliche Temperaturen sorgten jedoch etwa am Samstag am Münchner Flughafen für Verspätungen.

 

In der neuen Woche wird Bayern wieder zum Eis-Keller. Am Alpenrand seien dann nächtliche Tiefstwerte von bis zu minus 20 Grad möglich, hieß es beim Deutschen Wetterdienst. Tagsüber soll weitgehend Dauerfrost herrschen.

 

 

dpa/lby

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