Mo., 30.01.2017 , 10:18 Uhr

Lebensgefahr auf Seen - Hubschrauber muss Menschen von Eis vertreiben

Mehrere Menschen sind am Wochenende – trotz ausdrücklicher Warnungen – auf Bayerns Seen unterwegs gewesen. In mehreren Fällen sind die Passanten eingebrochen, konnten jedoch glücklicherweise rechtzeitig gerettet werden. Die Polizei ruft erneut auf, die Seen nicht zu betreten!

 

 

WARNUNG

 

Es besteht derzeit Lebensgefahr beim Betreten der Seen. Angesichts der großen Anzahl von Menschen auf der nur teilweise geschlossenen Eisfläche, wird diese zusätzlich belastet und geschwächt. Betreten Sie die Eisflächen nicht! Respektieren Sie bitte die Anweisungen und Ratschläge, die Ihnen auch Angehörige der Wasserrettungen erteilen!

 

 

 

Die Wasserwacht hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun. Auf dem Chiemsee, dem Königssee aber auch auf kleineren Seen, wie dem Garchinger See, tummelten sich bei sonnigem Wetter am Wochenende die Menschen. Dabei ist es gerade bei Tauwetter äußerst gefährlich, die Eisflächen zu betreten! Und das bestätigte sich mehrmals.

 

55-Jähriger bricht am Chiemsee ein

 

Ein 55-Jähriger brach nahe der Herreninsel durch die Eisschicht des Chiemsees. Ein Passant hatte dies glücklicherweise gemerkt und sofort einen Notruf abgesetzt. Ein weiterer Spaziergänger mit einem Schlitten eilte zur Hilfe. Gemeinsam konnten die Helfer den unterkühlten und geschwächten Mann retten und auf die Herreninsel bringen. Mit einem Helikopter kam der 55-Jährige auf die Intensivstation. Er hatte eine nur noch knapp über 30 Grad Celsius liegende Körpertemperatur. Dass sich der Mann ganze 15 Minuten im eiskalten Wasser halten konnte, grenzt an ein Wunder.

 

Mann kann sich selbst aus Wasser retten

 

Die Warnungen der Wasserrettung wurden nach Polizei-Informationen konsequent ignoriert. Animiert von anderen Spaziergängern, betraten viele Ausflügler die Eisflächen. So brach nur wenig später auch ein Mann in den Königssee ein. Er konnte sich offenbar selbst retten und wurde wenig später durchnässt und unterkühlt vorgefunden.

 

Helikopter vertreibt Fußgänger

 

Die Polizei und die Wasserretter wussten sich gegen den Andrang der Fußgänger nicht anders  zu helfen und alarmierten einen Hubschrauber. Mit einem Beamten der Wasserschutzpolizei an Bord, wurden die Menschen mit Lautsprecherdurchsagen dazu aufgefordert, die Seen zu verlassen. Zwar folgten die Spaziergänger den Anweisungen der Fachkräfte. Wenig später mussten jedoch erneut Kinder die Eishockey spielten, Richtung Ufer dirigiert werden.

 

 

43-Jährige nach Sturz in Garchinger See nicht ansprechbar

 

Auch eine 43-Jährige war sich wohl der Einsturz-Gefahr nicht bewusst. Nachdem bei der Polizei ein Notruf bezüglich einer eingebrochenen Frau im Garchinger See eingegangen war,  fanden zwei Polizisten die Frau am Westufer in einem eisfreien Bereich vor. Sie stiegen sofort in das Wasser und zogen die Frau ans Ufer. Sie war nicht ansprechbar und kam sofort in ein Krankenhaus. Sie war unterkühlt und konnte keinerlei Auskünfte geben, wie es zu dieser Situation kam.

 

 

Wenn es zu einem Einsatz kommt, muss jeder Handgriff der Einsatzkräfte sitzen. Hier sehen Sie, wie diese sich für den Ernstfall vorbereiten:

 

 

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