Do., 06.08.2015 , 13:02 Uhr

München: Händeringende Suche nach neuen Flüchtlingsunterkünften

Bayern steuert im Herbst auf eine Notlage bei der Unterbringung neuer Flüchtlinge zu. Sowohl Kommunen als auch Kirchen suchen vor dem nächsten Flüchtlingsgipfel der Staatsregierung händeringend nach neuen Unterkünften.

 

Die Kirchen wollen über die bisherigen Anstrengungen hinaus weitere Immobilien zur Verfügung stellen, wie mehrere katholische Bistümer und die evangelische Landeskirche am Donnerstag bestätigten.

 

Dennoch fehlen vielerorts inzwischen geeignete Gebäude. Der Landkreistag plädiert deswegen für die Öffnung weiterer Bundeswehr-Kasernen. Als weitere Möglichkeit nannte Landkreistags-Geschäftsführer Johann Keller die Errichtung temporärer Holzbauten. „Wir müssen versuchen, schnell etwas in verträglicher Weise hinzubekommen.“ Der Flüchtlingsgipfel ist für Anfang September geplant.

 

Grenzverlauf hemmt Flüchtlingshilfe im österreichischen Mittelberg

 

Die geografische Lage behindert manchmal die besten Vorsätze. Die österreichische Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal möchte seit Monaten etwa 20 Flüchtlinge aufnehmen, aber für diese Menschen ist das Tal am Allgäurand bisher nicht legal erreichbar.

 

Der Grund: Nur über deutsche Straßen führt der Weg ins Kleinwalsertal. Da die Flüchtlinge aus einem sicheren Drittstaat einreisen würden, wären sie als illegale Zuwanderer von Festnahme bedroht. „Auch im schweren Krankheitsfall oder für Behördengänge müssten die Flüchtlinge nach Deutschland. Das wäre nicht rechtens“, klagt Bürgermeister Andi Haid (ÖVP).

 

Dabei ist die Unterbringungs-Not in Österreich angesichts zahlreicher Flüchtlinge groß. „Jedes Bett ist wichtig“, sagt Haid. Die 5000-Einwohner-Gemeinde habe zwei Häuser und mehrere Wohnungen in Reserve, falls doch noch eine Lösung gefunden würde. Eine mehrstündige Bergwanderung über österreichischen Boden bis Mittelberg sei zwar möglich, aber spätestens bei Behördengängen tauche erneut das Transportproblem auf.

 

Die Hilfsbereitschaft im Ort wird dennoch gebraucht. Im September sollen zwei Familien aus Syrien und dem Libanon in der idyllischen Ferienregion unterkommen. Der Unterschied: Sie sind bereits als Asylanten anerkannt. Und auch für die Flüchtlingsfrage sieht Haid nicht schwarz: „Es wird an einer politischen Lösung gearbeitet.“

Asyl Bayern Deutschland Einreise Flüchtling Grenze Kontrolle österreeich Politik

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 21.04.2026 Der Weg zur Wunschfigur in München: Ein Leitfaden zu Methoden, Kosten und Klinikwahl bei der Liposuktion Hartnäckige Fettpolster an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln können frustrierend sein, besonders wenn sie sich trotz disziplinierter Ernährung und regelmäßigem Sport hartnäckig halten. Für viele Menschen in München stellt sich dann die Frage nach alternativen Lösungen. Die Liposuktion, umgangssprachlich als Fettabsaugung bekannt, ist ein chirurgischer Eingriff zur gezielten Formung der Körperkontur, nicht zur Gewichtsreduktion. Sie entfernt 20.04.2026 Mitmachen und gewinnen - Fit-Amino! Fit-Amino und münchen.tv verlosen ein Monatspaket „Fit-Amino Wiederholungskomfort“ im Wert von rund 50 €! Das steckt drin: – 32 Portionsbeutel in praktischer Pulverform – Hochwertige Aminosäuren: L-Arginin, L-Glutamin, L-Lysin, L-Pidolat – Mit Vitamin C – für normalen Energiestoffwechsel, normale Knochen und Knorpel – 100 % vegan, glutenfrei, halal, koscher Einfach in Wasser auflösen, trinken, fertig 16.04.2026 Was ändert sich mit dem neuen SCHUFA-Score? Seit dem 17. März wird im SCHUFA-Account statt eines Prozentwertes ein dreistelliger Punktestand angezeigt. Die SCHUFAHolding AG hat an diesem Datum den bisher gültigen Basisscore eingestellt und durch den sogenannten NextGen Score 1.0 ersetzt. Wer wie die meisten an den 97,5-Prozent-Wert gewöhnt ist, fragt sich jetzt vermutlich, ob 812 Punkte gut oder nur mittelmäßig sind.