Mi., 02.11.2016 , 11:54 Uhr

Polizei Bayern: 764 Halloween-Einsätze

Grusel-Clowns, Ruhestörung, Sachbeschädigung – in der Halloween-Nacht war die bayerische Polizei über 700 Mal im Einsatz. Innenminister Joachim Herrmann zog am zweiten November Bilanz.

 

Vom „Süßes oder Saures“- Charakter hatte das diesjähriger Halloween in Bayern nicht mehr ganz so viel – denn die Polizei musste insgesamt 764 Einsätze verzeichnen, davon 71 wegen Grusel-Clowns. Zwei Personen wurden durch Grusel-Clowns leicht verletzt, beim Großteil der Notrufe ging er aber in erster Linie um Ruhestörungen (223) und Sachbeschädigungen (91).

 

„Bei üblen Scherzen und Grusel-Clowns versteht die Bayerische Polizei keinen Spaß“, betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am zweiten November. „Wir werden weiterhin sehr wachsam sein und gerade bei Grusel-Clowns konsequent durchgreifen.“ Jede Straftat werde verfolgt und der Staatsanwaltschaft vorgelegt. „Wer andere bedroht oder gar schädigt, um sich dann damit zu brüsten, muss mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen“, machte der Innenminister deutlich.

 

Bereits vor Halloween hatte Herrmann  vor übertriebenen Scherzen gewarnt. „Das hat mit Spaß rein gar nichts zu tun und ist in vielen Fällen strafbar.“ Die Bayerische Polizei sei auf diese ‚üblen Scherzbolde‘ vorbereitet gewesen. Wo nötig, waren verstärkt Polizeistreifen unterwegs, um die Täter konsequent zur Rechenschaft ziehen. Entscheidend ist laut Herrmann, in solchen Fällen über 110 sofort die Polizei zu verständigen. „Dann haben wir gute Chancen, dass uns der Täter ins Netz geht.“ Ganz wichtig sei hier der Abschreckungseffekt auf mögliche Nachahmer. „Da helfen nur hartes Durchgreifen und empfindliche Strafen.“

 

Bei den zwei durch Grusel-Clowns Verletzten handelt es sich um folgende Fälle: Im Westpark in München kam es an Halloween um 23:30 Uhr zu einer gefährlichen Körperverletzung durch einen Grusel-Clown. Der maskierte Unbekannte soll eine Machete oder ein langes Messer in der Hand gehalten haben. Er hat damit einem 20-Jährigen oberhalb des Auges eine rund fünf Zentimeter lange Schnittverletzung zugefügt. Der Geschädigte verständigte erst mit erheblicher Verspätung die Polizei, so dass die anschließende Fahndung erfolglos verlief.

 

Auch in Kitzingen in Unterfranken kam es an Halloween zu einem Vorfall mit einem Grusel-Clown und einer Verletzten. Der maskierte Täter verfolgte gegen 20 Uhr zwei Frauen und versuchte, nach deren Handtasche zu greifen. Dabei drohte der Grusel-Clown mit einem Schlagstock. Bei der Flucht stürzte eine Frau und verletzte sich leicht an der Hand und an der Hüfte. Als ein Passant den beiden Frauen zu Hilfe kam, flüchtete der Grusel-Clown. Der Täter konnte aber wenig später von der Polizei vorläufig festgenommen werden.

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