Mi., 12.12.2018 , 13:24 Uhr

Amoklauf im Olympiaeinkaufszentrum: Prozess um Waffenkauf fortgesetzt

Der Amokschütze vom Olympiazentrum hat die Waffe, mit der er am 22. Juli 2016 neun Menschen tötete, im Darknet gekauft. Der Betreiber der Plattform, über die der Waffenkauf abgewickelt wurde, steht seit Anfang November in Karlsruhe vor Gericht. Nun ist ein Prozessende in Sicht.

 

Im Juli 2016 hat der 18-jährige David S. am Olympiaeinkaufszentrum in München neun Menschen erschossen und anschließend sich selbst getötet. Viele der Opfer waren Jugendliche. David S. war in der Schule anscheinend stark gemobbt worden. Die Ermittler fanden mehrere Hinweise auf Amokgedanken und Gewaltphantasien.

 

Die Waffe, mit der er fast 60 Schuss abfeuerte, hatte der 18-Jährige von einem Mann aus dem hessischen Marburg gekauft. Waffenhändler Philipp K. wurde vom Münchner Landgericht bereits im Januar zu sieben Jahren Haft verurteilt. Zum ersten Mal wurde ein Waffenhändler dafür verantwortlich gemacht, was mit der von ihm gekauften Waffe verursacht worden ist.

 

Seit Anfang November muss sich auch der Betreiber einer Plattform im sogenannten Darknet, einem mehr oder weniger anonymen Bereich im Internet, vor dem Landgericht Karlsruhe verantworten. Die Plattform steht im Zusammenhang mit dem Amoklauf am OEZ. Die Anklagebehörde für Cyberkriminalität wirft dem Informatiker vor, dem späteren Attentäter, durch die von ihm betriebene Online-Plattform, den Kauf der Pistole und Munition ermöglicht zu haben. Der 31-jährige Mann ist unter anderem wegen fahrlässiger Tötung sowie fahrlässiger Körperverletzung angeklagt und sitzt in Untersuchungshaft.

 

Am Mittwoch wurde der Prozess gegen den Mann fortgesetzt. Das Gericht wollte nach der Aktenverlesung mit den Plädoyers beginnen. Allerdings unterbrach der Vorsitzende Richter die Sitzung. Die Nebenklage möchte mehr Zeit bekommen, um Beweismittel auszuwerten. Doch der Prozess wird am Nachmittag mit den Plädoyders fortgesetzt.

 

ed

Amok Amoklauf Attentat Darknet Gericht Internet München OEZ Olympia Einkaufszetrum Pistole Prozess Tote Verletzte Waffe Waffenhändler

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 09.04.2026 Die schönsten Camperrouten rund um München für ein Wochenende München liegt in einer Region, die wie geschaffen ist für kurze Roadtrips mit dem Camper. Innerhalb weniger Stunden erreicht man Seen, Alpenpässe und kleine Orte mit traditioneller Architektur. Genau deshalb entscheiden sich immer mehr Reisende dafür, das Wochenende im eigenen Tempo zu verbringen und spontan neue Orte zu entdecken. Wer einmal mit dem Camper unterwegs 13.03.2026 Wie Websitebaukästen technische Hürden beim Erstellen einer eigenen Seite senken Wenn Sie erstmals einen eigenen Internetauftritt planen, begegnen Ihnen oft Begriffe wie Hosting, SSL, Design oder Responsivität. Ein Homepage Baukasten ermöglicht Ihnen, eine Webseite ohne umfangreiche technische Kenntnisse oder komplizierte Softwareinstallationen zu gestalten und mit wenigen Klicks online zu stellen. Der unkomplizierte Zugang ist insbesondere für Einsteiger hilfreich, da viele technische Aufgaben automatisch im Hintergrund 18.12.2025 Zahngold verkaufen in München: So holen Sie das Beste aus alten Kronen und Brücken heraus Viele Menschen haben zu Hause noch kleine Döschen mit alten Kronen, Brücken oder Inlays liegen – entweder vom letzten Zahnarztbesuch oder von den Eltern und Großeltern. Was häufig nicht beachtet wird: dass darin ein beachtlicher Wert stecken kann. Zahngold besteht in der Regel aus hochwertigen Edelmetall-Legierungen und kann – richtig verkauft – einen unerwarteten Geldbetrag