Mo., 21.11.2016 , 12:59 Uhr

Zugunglück Bad Aibling: Experten sehen eindeutigen Verstoß

Im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling werden seit dem dritten Verhandlungstag Sachverständige befragt: Die Experten erkennen einen eindeutigen Verstoß des Fahrdienstleiters.

 

Ein Mitarbeiter der Eisenbahnuntersuchungsstelle des Bundes sagte am Montag aus, dass die vierminütige Verspätung eines der beiden Züge am Unglücksmorgen dem Fahrdienstleiter keine Abweichung vom Fahrplan für diese Strecke erlaubt hätte.

 

Der Angeklagte verlegte jedoch das Kreuzen der beiden Züge auf der eingleisigen Strecke vom Bahnhof Kolbermoor nach Bad Aibling. Dazu stellte der 40-Jährige Signale, die er nicht hätte setzen dürfen, wie der Sachverständige erläuterte: „Das ist ein eindeutiger Verstoß, das darf er nicht.“ Der Experte sagte aber auch: „Im Störungsfall wird von einem Fahrdienstleiter schon ganz schön was verlangt.“

 

Der Fahrdienstleiter hatte zu Prozessbeginn vor dem Landgericht Traunstein gestanden, zwei entgegenkommende Züge gleichzeitig auf die Strecke geschickt zu haben. Dadurch kam es am 9. Februar in Bad Aibling zum Frontalzusammenstoß. Zwölf Menschen starben, 89 wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der Angeklagte gestand auch, verbotenerweise im Dienst auf seinem Smartphone gespielt zu haben. Der 40-Jährige muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

 

dpa

Bad Aibling eingleisig Fahrdienstleiter Fahrlässig gespielt handy Prozess Smartphone Spiel Tote Tötung Unfall Verletzte Zugunglück Zusammenstoß

Das könnte Dich auch interessieren

01.06.2026 Vom Gärtnerplatz bis nach Giesing: So lebt München die Reparatur-Revolution Der ökologische Fußabdruck: Was ein Neukauf wirklich kostet Jedes neue Smartphone, jeder Laptop und jedes Tablet hat eine unsichtbare, aber gewaltige Geschichte, bevor es überhaupt in den Regalen der Münchner Geschäfte landet. Die Herstellung von Elektronik ist ein extrem ressourcenintensiver Prozess. Für die Produktion eines einzigen Smartphones werden seltene Erden wie Kobalt, Tantal und Gold 16.09.2026 Langzeitpraktikant*in Redaktion in Vollzeit 40h/Woche 09.09.2026 Sommer-Staycation in Bayern 2027. Warum die Airbnb-Geschenkkarte zum flexiblen Reisegutschein wird Der späte Start hat einen Vorteil, den viele erst auf den zweiten Blick sehen. Während in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Ende August die Schule wieder läuft, haben bayerische Familien noch zwei volle Ferienwochen vor sich. Wer diese zweite Hälfte nutzt, findet an Chiemsee, Tegernsee oder Bodensee spürbar mehr Ruhe und häufig auch günstigere Unterkünfte als im 04.09.2026 B2B-Marketing zur Wiesn: Wie Unternehmen das Oktoberfest 2026 strategisch nutzen Der September 2026 steht in München und weit über die Stadtgrenzen hinaus wieder ganz im Zeichen der bayerischen Tradition. Für Unternehmen bietet diese Zeit eine hervorragende Gelegenheit, Geschäftsbeziehungen abseits des klassischen Büroalltags zu pflegen und zu vertiefen. Das größte Volksfest der Welt ist nicht nur ein kulturelles Ereignis, sondern ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und ein idealer