Fr., 02.12.2016 , 09:53 Uhr

Aufzucht-Anlage in Geheim-Zimmer: Dealer verhaftet

Dutzende europaweit versandte Drogen-Päckchen hielten die Behörden in Rosenheim lange Zeit auf Trab. Jetzt konnten die Ermittler zwei mutmaßliche Täter festnehmen. In der Wohnung des Paares fand man zusätzlich zu Unmengen an Drogen eine Aufzucht-Anlage hinter einem Schrank, der als Geheimtüre diente.

 

 

Im April wurde durch Zufall ein Päckchen mit Betäubungsmitteln und falschem Namen an den vermeintlichen Absender  – ein Reisebüro – zurückgeschickt, weil dieses nicht ausreichend frankiert war. Die Polizei übernahm die Ermittlungen. Im Laufe der Monate wurden immer wieder Drogensendungen entdeckt, bei denen als Absender Reisebüros angegeben waren. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Post gelang es den Ermittlern, die Briefkästen zu bestimmen, von denen aus die Drogen verschickt wurden.

 

Am Dienstag, den 29. November, konnte ein 27-Jähriger in Rosenheim festgenommen werden. Er wollte vier Pakete mit Drogen verschicken. Seine 23-jährige Lebensgefährtin wurde kurz darauf ebenfalls verhaftet. Bei der Durchsuchung der Wohnung, waren sogar die erfahrenen  Rauschgiftfahnder überrascht. 1,2 Kilogramm Amphetamine, 680 Ecstasy-Pillen, 65 LSD-Trips und 1,7 Kilogramm Psilocybinpilze wurden sichergestellt.

 

 

Außerdem öffnete sich den Polizisten sprichwörtlich eine Tür – ein Schrank diente den Dealern als Zugang zu einem geheimen Raum. Darin befand sich eine Aufzucht-Anlage für Marihuana-Pflanzen. Insgesamt 4,2 Kilogramm Pflanzen und Dolden fanden die Ermittler vor. Auch weitere Beweisstücke, wie Post-Versand-Päckchen wurden mitgenommen.

 

 

Bislang sind den Behörden 38 Fälle von Drogenversand bekannt. Man geht jedoch derzeit davon aus, dass noch weitere hinzukommen werden. Wie die Beamten bislang herausfanden, beschaffte sich der Dealer die Betäubungsmittel über das Darknet. Auch der Handel und die Kontaktaufnahme mit seinen Kunden liefen über das Netzwerk.

 

Gegen den 27-jährigen mutmaßlichen Haupttäter wurde bereits ein Haftbefehl erteilt. Gegen die Lebensgefährtin wurde der Haftbefehl vom Richter mit Auflagen außer Vollzug gesetzt.

 

Amphetamin Bayern Betäubungsmittel Dealer Drogen Drogen-Versand Ecstasy LSD Marihuana münchen.tv Oberbayern Polizei Psilocybin-Pilze Täter

Das könnte Dich auch interessieren

27.05.2026 Gemi Elettronica: technologische Lösungen für moderne Sicherheit und Komfort in Haus und Landwirtschaft Auch wenn diese beiden Systeme auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, verbindet sie eine klare Philosophie: technische Lösungen sollen nicht kompliziert sein, sondern das Leben einfacher, sicherer und effizienter machen. Genau darauf ist die Produktentwicklung von Gemi Elettronica ausgerichtet.   Technologie als Antwort auf reale Alltagsprobleme In vielen Haushalten und landwirtschaftlichen Betrieben treten immer 20.05.2026 Wie lange dauert eine Masterarbeit? Bearbeitungszeit, Zeitplan und realistische Erwartungen Die Masterarbeit markiert den Abschluss eines mehrjährigen Studiums – und viele Studierende fragen sich schon Monate vorher, wie lange eine Masterarbeit eigentlich dauert und ob die offiziellen Vorgaben mit der Realität übereinstimmen. Laut den Prüfungsordnungen vieler deutscher Hochschulen, darunter die LMU München, die TU München und die Universität Hamburg, beträgt die reguläre Bearbeitungszeit sechs Monate. 20.05.2026 München für Länger: Warum möbliertes Wohnen die bessere Alternative zum Hotel ist Wer für ein Projekt, eine neue Arbeitsstelle oder eine längere Weiterbildung nach München kommt, kennt das Dilemma: Ein Hotelzimmer wird auf Dauer unpersönlich und teuer, während die Suche nach einer Mietwohnung auf dem angespannten Münchner Markt oft frustrierend und zeitaufwendig ist. Genau hier schließt eine clevere Lösung die Lücke: Business Apartments und möblierte Wohnungen auf 15.05.2026 Tag der Alltagsbegleiter: Die stille Kraft, die Familien trägt An ihrer Seite ist an diesem Morgen Marta, Alltagsbegleiterin. Sie antwortet nicht mit Korrektur, nicht mit Ungeduld, nicht mit einem schnellen „Aber Sie sind doch zu Hause“. Sie setzt sich zu Frau Krüger, nimmt Blickkontakt auf und sagt ruhig: „Wir bleiben jetzt erst einmal hier zusammen. Ich bin da.“ Dann stellt sie eine Tasse Tee